Mittwoch, 5. Februar 2014

(Rezension) "Gesetz der Rache" von Kristen Simmons

http://www.amazon.de/Gesetz-Rache-Roman-Artikel-5/dp/3492703054/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1389442289&sr=8-1&keywords=gesetz+der+rache+kristen+simmons 
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Die Regierung hat Ember und Chase für tot erklärt - endlich sind sie frei und schließen sich dem Widerstand an. Doch im Lager der Rebellen herrscht Aufregung: Der geheimnisvolle "Heckenschütze" erschüttert mit seinen Anschlägen die Moralmiliz. Wer ist er? Steht der aufseiten der Rebellen? Wird er dem Widerstand zum Durchbruch verhelfen? Um den Attentäter zu fassen, veröffentlicht das FBR eine Fahndungsliste - und zu den Hauptverdächtigen gehört Ember. Mit dem Wissen, von ihren neuen Freunden verraten worden zu sein, muss Ember eine Entscheidung treffen: Wird sie sich ihr Leben lang im Untergrund verstecken oder für ihre Freiheit kämpfen?

 
 
Ich weiß noch gut wie Kristen Simmons mich vor gut einem dreiviertel Jahr mit „Artikel 5“ fesseln und schockieren konnte, sowie mit einigen unfassbaren Grausamkeiten den Atem stocken ließ. Es ist also nicht verwunderlich, dass ich total gespannt auf die Fortsetzung war. Zwar hatte ich anfangs ein paar Probleme mich an gewisse Geschehnisse zu erinnern, doch dank einiger kurzer Rückblicke waren meine Erinnerungen schnell wieder auf Vordermann gebracht.

Nach einem eher ruhigeren Einstieg, indem der Leser mit dem Widerstand vertraut gemacht wird, zögert die Autorin nicht lange um mit vielen unerwarteten Handlungen das Tempo der Geschichte etwas voranzutreiben. Vor allem die ständigen Spekulationen um die Identität des Heckenschützen oder die Frage, wer denn nun als Freund oder Feind gesehen werden kann, sorgen dafür dass die Spannung permanent vorhanden ist und kaum eine Möglichkeit findet abzuklingen. Ich habe mit Ember gehofft, gezweifelt, mir den Kopf zerbrochen und dem Ende sehnsüchtig entgegen gebangt.

Was mir in diesem Band besonders gut gefallen hat, ist, dass der Leser neben den Eindrücken aus Embers Vergangenheit, viel mehr Hintergrundinformationen bekommt. So erfahren wir zum Beispiel wie es damals zu diesem doch sehr radikalen Gesellschaftswandel kam. Damit werden endlich die wichtigsten Fragen aus Teil 1 beantwortet, allerdings kommen auch einige neue hinzu, auf die man erst im abschließenden dritten Band Antworten erhalten wird. Die Spannung und die Neugier bleiben also aufrechterhalten.   
Kristen Simmons konnte mich mit ihrem lockeren Schreibstil von der ersten Seite an mitreißen. Da ihre Wortwahl sehr leicht und einfach gehalten ist, fliegt man förmlich durch die Seiten. Aber auch die vielen verschiedenen Emotionen der Protagonistin, kommen keinesfalls zu kurz. Dank der gewählten Ich-Perspektive erlebt man Embers Gefühlswelt hautnah mit, spürt ihre Zweifel, Hoffnung, Angst, Trauer und Wut. Darüberhinaus schafft es die Autorin eine wirklich beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die einem den Ernst der Lage deutlich vor Augen führt.   


Embers war mir in diesem Teil genauso sympathisch, wenn nicht sogar ein bisschen sympathischer als in „Artikel 5“. Jedenfalls kommt sie mir um einiges stärker und mutiger vor, obwohl sie nach alle dem was sie durchmachen musste, sehr von Angst erfüllt ist. Ihre Entscheidungen konnte ich jedoch nicht immer nachvollziehen und ich hätte sie manchmal am liebsten richtig kräftig geschüttelt. Ihr Beschützerinstinkt ist nach wie vor äußerst präsent, auch wenn ihr dieses Mal zusätzlich noch eine Menge Zweifel durch den Kopf spuken. Vor allem Chase gegenüber ist sie sehr misstrauisch. Wie viel hat er wirklich getan um ihre Mutter zu retten? Diese und weitere Frage stellt sie sich mehr als einmal, was dazu führt, dass sich die beiden zunehmend voneinander distanzieren. Doch auch sonst besteht ihre Beziehung hauptsächlich nur aus Höhen und Tiefen, was mit der Zeit ganz schön anstrengend wurde.


Nach einem etwas ruhigeren Einstieg und kleinen Erinnerungslücken, die es aufzufrischen gab, zögert Kristen Simmons nicht lange, um das Tempo der Geschichte mit vielen unerwarteten Handlungen das voranzutreiben. In Sachen Action und Spannung steht „Gesetz der Rache“ seinem Vorgänger wirklich in nichts nach. Darüber hinaus bekommt der Leser einen tieferen Einblick in die Vergangenheit und wird mit einigen Antworten versorgt, auf die man so sehnsüchtig im ersten Teil gewartet hat.






Kristen Simmons lebt in Tampa, Florida. Sie studierte Psychologie und Sozialarbeit an der University of Nevada und arbeitet heute als Psychotherapeutin mit Traumapatienten und Missbrauchsopfern. »Artikel 5« ist Kristen Simmons erster Roman. [Quelle: Verlagshomepage Piper Verlag]





1 Kommentar:

  1. Ich habe gerade Band 1 abgebrochen, irgendwie sagte es mir einfach nicht zu :D

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- Sarina