Sonntag, 9. Februar 2014

(Rezension) "Chroniken der Schattenjäger: Clockwork Angel" von Cassandra Clare

http://www.amazon.de/Chroniken-Schattenj%C3%A4ger-01-Clockwork-Angel/dp/3401064746/ref=sr_1_1_bnp_1_har?ie=UTF8&qid=1391865853&sr=8-1&keywords=clockwork+angel 
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London, 1878. Ein mysteriöser Mörder treibt in den dunklen Straßen der Stadt sein Unwesen. Ungewollt gerät Tessa in den Kampf zwischen Vampiren, Hexenmeistern und anderen übernatürlichen Wesen. Als sie erfährt, dass auch sie eine Schattenweltlerin ist und zudem eine seltene Gabe besitzt, wird sie selbst zur Gejagten. Doch dann findet sie Verbündete, und zwar ausgerechnet im Institut der Schattenjäger. Dort trifft sie auf James, hinter dessen zerbrechlicher Schönheit sich ein tödliches Geheimnis verbirgt, und auf Will, der mit seinen Launen jeden auf Abstand hält - jeden, außer Tessa. Tessa ist völlig hin- und hergerissen, und weiß nicht, wem sie trauen soll. Schließlich sind die Schattenjäger ihre natürlichen Feinde...



Nachdem ich nun vor kurzem die „Chroniken der Unterwelt“ für mich entdeckt habe, war ich wirklich gespannt wie mir wohl Cassandra Clares „Chroniken der Schattenjäger“ gefallen werden. Der Prolog, der einen sofort wieder mit der Welt der Schattenjäger vertraut macht, war jedenfalls schon sehr vielversprechend und ließ meine Neugier auf die restliche Geschichte nur noch größer werden.

Die ersten Seiten waren einfach total spannend und mitreißend, sodass ich gar nicht anders konnte als weiterzulesen, um ja keine Entwicklungen in Tessas Leben zu verpassen. Erst diese zwei unheimlichen Frauen, die sie vom Anleger abholen und behaupten, dass ihr Bruder Nate sie geschickt habe, sie dann jedoch in ihre Gewalt nehmen und gewissermaßen dazu zwingen ihre Fähigkeit, die Gestalt anderer Personen annehmen zu können, zu entdecken. Die Vermählung mit dem „Magister“ und nicht zuletzt die Begegnung mit Will, der sie in letzter Sekunde rettet…Alles geht Schlag auf Schlag! Ein kurzes Verschnaufen ist kaum möglich, denn dieses Tempo lässt auch während des weiteren Lesens kaum nach.

Gleichzeitig war ich auch in diesem Buch wieder total fasziniert wie viel Fantasie Cassandra Clare’s an den Tag legt. Eigentlich dachte ich, dass ich dadurch, dass ich die ersten drei Bände der „City of“- Reihe gelesen habe, relativ gut über die Welt der Schattenjäger informiert sein müsste…Pustekuchen! Es warteten einige Überraschungen auf mich, die ich nie erwartet hätte. Alleine schon die ganzen Hintergrundinformationen, die in die Handlung mit eingeflochten sind. Da wäre beispielsweise, dass das Abkommen zwischen Nephilim und Schattenweltler seit gerade einmal zehn Jahren besteht. Seitdem leben sie relativ friedlich miteinander. Schattenweltler werden sogar von den Schattenjägern beschützt, wenn sie in Gefahr sind.

Natürlich gibt es auch wieder einiges an Geheimnisse zu enträtseln. Zeitweise schien es mir so als würde jeder Charakter irgendetwas zu verheimlichen versuchen. Viele Andeutungen werden gemacht, die man wie Puzzleteilchen sammelt, in der Hoffnung sie zusammen zu einem Ganzen zusammenfügen zu können.

Das Ende kam leider viel zu früh und obwohl es keinen Cliffhanger hatte, bleiben vor allem nach dem Epilog zahlreiche Fragen offen.

Cassandra Clare hat einen flüssigen Schreibstil, wodurch sich die Geschichte fast in einem Rutsch durchlesen lässt. Sie erzählt auf eine lockere und sehr lebendige Art und Weise, wobei sie nicht mit humorvollen Dialogen spart. Vor allem zwischen Tessa und Will gibt es einige Schlagabtausche, bei denen sich beide wirklich nichts schenken. Das Spannungslevel wird mithilfe von mitreißenden, sowie actionreichen Wendungen konstant hoch gehalten. Darüber hinaus wird man öfters einmal auf eine falsche Fährten gelockt, sodass man wie die Charaktere lange Zeit im Dunkeln tappt, wer denn nun der Böse ist und welche Pläne dieser verfolgt.

Mein einziger Kritikpunkt geht an die Übersetzung. Eigentlich motze ich nie daran herum, aber es hat mich dieses Mal doch extrem gestört, dass man „Clockwork Angel“ und einige weitere Begriffe nicht einfach so stehen gelassen hat und stattdessen „Klockwerk-Engel“ usw. daraus gemacht hat.


Tessa fand ich vom Augenblick an sehr sympathisch, was vielleicht an der Tatsache liegt, dass sie unheimlich gerne liest und davon träumt genauso aufregende Abenteuer zu erleben, wie die Heldinnen aus ihren Büchern. Dass sich dieser Wunsch jedoch so schnell erfüllen würde, hätte sie bei ihrer Ankunft in London wohl nicht gedacht ;) Wer rechnet schließlich schon damit, wenn er vorher ein durch und durch normales Leben geführt hat. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle stets nachvollziehen, wird sie doch auf einmal mit einer vollkommen neuen Welt konfrontiert, die allerlei Gefahren für sie bereithält. Anfangs ist sie im Bezug auf das Abschätzen dieser noch ein wenig naiv, was ich allerdings nicht weiter schlimm finde.

Will mochte ihn auch sofort, da er mich von seinem ganzen Auftreten und Verhalten total an Jace erinnert hat. Auf der einen Seite unhöflich, arrogant und immer einen sarkastischen Kommentar auf Lager, auf der anderen Seite aber auch unheimlich charmant. In einem Moment öffnet er sich einem, im anderen ist er wieder vollkommen distanziert und geht auf Abstand…Was genau hinter dieser wechselhaften Haltung steckt, bleibt eins der vielen ungelösten Rätsel…Das einzige, was man mitbekommt ist, dass diese Unberechenbarkeit eine Fassade von ihm ist.

„Will öffnete den Mund. Die Worte waren da. Und er wollte sie gerade aussprechen, als er plötzlich von Entsetzen gepackt wurde – das Entsetzen eines Wanderers im Nebel, der nach kurzem Innehalten auf dem Weg schlagartig erkennen muss, dass ihn nur wenige Zentimeter von einem gähnenden Abgrund trennen. Die Art und Weise , wie Tessa ihn nun sah…sie konnte lesen, was in seinen Augen stand. Es musste dort deutlich geschrieben stehen, wie die Worte auf einer Buchseite. Er hatte keine Zeit…keine Gelegenheit gehabt, es zu verbergen.“ (S.539)


Jem ist hingegen das komplette Gegenteil von Will. Immer freundlich, verständnisvoll, und mitfühlend, obwohl er es in seiner Vergangenheit den Verlust seiner Eltern verkraften musste. Er hat mein Herz schnell höher schlagen lassen, doch auch mit ihm scheint irgendetwas nicht zu stimmen… 

Auch mit „Chroniken der Schattenjäger: Clockwork Angel“ ist es Cassandra Clare gelungen mich restlos zu begeistern. Bevor ich mit Lesen angefangen habe, dachte ich, dass mich nur noch wenig überraschen könnte, aber sie hat es geschafft, mir eine weitere spannende, fesselnde und auch sehr gefährlichen Seite dieser mystischen Schattenjäger-Welt zu zeigen. Ich habe die Geschichte fast in einem Rutsch durchgelesen und dabei so manchem rätselhaften Geheimnis gegenübergestanden. Desweitere wurde ich mehr als einmal auf eine falsche Fährte gelockt, sodass ich seitenweise im Dunkeln getappt bin. Aber auch die vielen unterschiedlichen Charaktere waren jedes Mal für eine Überraschung gut.

"Clockwork Angel” ist ein absolutes Must-Read für alle Fans der Chroniken der Unterwelt!! Ich kann es gar nicht erwarten, mit dem zweiten Teil weiterzulesen.  




 
Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre Reihe Chroniken der Unterwelt sowie die zweite Reihe Chroniken der Schattenjäger wurden auf Anhieb zu internationalen Erfolgen, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Cassandra Clare lebt mit ihrem Mann, ihren Katzen und einer Unmenge an Büchern in einem alten viktorianischen Haus in Massachusetts. [Verlagshomepage: Arena Verlag]



 


 

Kommentare:

  1. Ich liebe Cassandra Clares Bücher! Die Charaktere hauen mich immer regelrecht um!
    Alles Liebe und hab einen schönen Tag!
    <3
    Catherine

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    1. Ich liebe Cassandra Clare mittlerweile auch total<3 Anfangs haben mich die Bücher gar nicht angesprochen, aber das kann ich überhaupt nicht mehr verstehen^^ Sie sind einfach richtig toll :)

      Dir auch einen schönen Tag!

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  2. Hallo liebe Riiinchen, hiermit bist du getaggt :D

    Falls du Lust hast mitzumachen, geh einfach hier hin:

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    liebe Grüße
    Shiro^^

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