Mittwoch, 8. Januar 2014

(Rezension) "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai und Christina Lamb

http://www.amazon.de/Ich-bin-Malala-M%C3%A4dchen-erschie%C3%9Fen/dp/3426276291/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1388693207&sr=8-1&keywords=Ich+bin+Malala 
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Am 9. Oktober 2012 wird die junge Pakistanerin Malala Yousafzai auf ihrem Schulweg von Taliban-Kämpfern überfallen und brutal niedergeschossen. Die Fünfzehnjährige hatte sich den Taliban widersetzt, die Mädchen verbieten, zur Schule zu gehen. Obendrein führte sie für die BBC ein vielbeachtetes Blog-Tagebuch über ihren Alltag unter den Islamisten. Damit war ihr Todesurteil gefällt. Die Kugel traf Malala aus nächster Nähe in den Kopf; doch wie durch ein Wunder kam das mutige Mädchen mit dem Leben davon. Schon hat sie erklärt, dass dieser Anschlag sie nicht davon abhalten wird, auch weiterhin für die Rechte von Kindern, insbesondere Mädchen, einzutreten. Für ihr außergewöhnliches Engagement wurde Malala für den Friedensnobelpreis nominiert.


Malala, das Mädchen, das von den Taliban angeschossen wurde, da sie sich für das Recht auf Bildung in ihrem Land eingesetzt hat…schon als ich vor gut einem Jahr diese Schlagzeile gelesen habe, hat mich das Schicksal dieses jungen Mädchens sehr berührt. Gleichzeitig konnte ich es nicht fassen, dass ein Mensch dafür sterben sollte, dass er seine Meinung geäußert und etwas gefordert hat, was bei uns als völlig selbstverständlich angesehen wird: das Recht in die Schule gehen zu dürfen.

In ihrem Land allerdings ist das vielen ein Dorn im Auge, denn ihrer Meinung nach sollten Frauen weder lesen noch schreiben können. Am besten sie halten sich vollkommen aus allem heraus, hinterfragen so wenig wie möglich und lassen ihren Mann die Entscheidungen treffen. Ihre ganze Aufmerksamkeit soll dem Führen des Haushaltes und dem Umsorgen der Familie gelten. Doch so ein Leben möchte Malala nicht leben. Sie will lernen, sich bilden und Wissen erlangen.

In ihrem Buch gibt sie uns einen Einblick in ihre Heimat und Kultur. Sie erzählt von ihrer Geburt, ihrer Kindheit und wie schön ihr Leben vor der Machtergreifung der Taliban war. Jedoch blieb das nicht für immer so. Mit dem Erdbeben im Oktober 2005, veränderte sich langsam etwas in ihrem Land. Radikale Stimmen werden laut, die alles oder jenes verteufel, was angeblich gegen den muslimischen Glauben verstößt. Die Schreckensherrschaft der Taliban beginnt und damit ein Alltag voller Angst…

Malala beschönigt dabei nichts, sondern schildert absolut authentisch ihre Gedanken und Gefühle. Immer wieder verdeutlicht sie ihren Lesern wie Frauen bereits von klein auf diskriminiert werden und welches Unrecht diese über sich ergehen lassen müssen. Aber auch andere Probleme werden angesprochen, die sehr bewegen, gleichzeitig aber auch zum Nach- und vor allem Umdenken bringen. Beispielsweise, vermitteln uns die Medien teilweise ein völlig falsches Bild der pakistanischen Bevölkerung. Nicht alle finden das radikale Denken, der Taliban gut. Im Gegenteil! Es gibt dort sehr wohl Menschen, die fortschrittlich denken und sich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau einsetzen.


Ich kann nicht oft genug sagen, dass ich wirklich beeindruckt bin, wie viel Mut Malala besitzt. Trotz der ständigen Gefahr und den Bedrohungen, die sie und ihre Familie tagtäglich ausgesetzt sind, erhebt sie ihre Stimme und setzt sie sich für ihre Ziele ein. Sie lässt sich von niemandem einschüchtern oder vom Weg abbringen - selbst nicht von den Taliban, die alles andere als harmlos sind. Ihre Biografie sollte wirklich von jedem gelesen werden – denn ihr unbändiger Wille etwas auf unserer Welt zu ändern, sollte allen Menschen ein Vorbild sein.
 



 
Malala Yousafzai, geboren 1997, wurde von klein auf von ihrem Vater Ziauddin gefördert und dazu ermutigt, sich für die Rechte von Mädchen einzusetzen. Ziauddin Yousafzai leitete selbst eine Schule im pakistanischen Swat-Tal – und missachtete damit das Verbot der Taliban. Malala lebt heute mit ihrer Familie in England, wo sie sich von ihren schweren Verletzungen erholt. Seit März 2013 geht sie in Birmingham wieder zur Schule. Im September 2013 erhält sie den Internationalen Friedenspreis für Kinder und im Dezember 2013 wird Malala mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit geehrt. [Quelle: Verlagshomepage Droemer Knaur]
 
Christina Lamb ist eine international anerkannte Korrespondentin und berichtet seit 1987 über Pakistan und Afghanistan. Sie hat in Oxford und Harvard studiert und bereits fünf Bücher veröffentlicht. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Preise, draunter allein fünf Mal die Auszeichnung als Britain's Foreign Correspondent of the Year oder den Prix Bayeux, Europas rennommierteste Auszeichnung für Kriegsberichterstatter. Derzeit schreibt Christina Lamb für die "Sunday Times" und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London sowie in Portugal. [Quelle: Verlaghomepage Droemer Knaur]


1 Kommentar:

  1. Wow, tolle Rezi!
    Sicherlich ein Kaufidee wert.

    LG Piglet ♥

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Hallo :)

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- Sarina