Dienstag, 31. Dezember 2013

[Blogparade] zum Jahresabschluss 2013

 

Hallo ihr Lieben, 
langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu. Silvester und das neue Jahr stehen kurz vor unserer Tür...Der perfekte Zeitpunkt um ein kleinen Rückblick auf 2013 und meine gelesenen Bücher zu werfen. Und was wäre dabei passender als die Blogparade von Katrin von Saiten?


Nach dem ganzen Hype um Stephenie Meyer’s Bis(s) Reihe, konnte ich mich lange Zeit überhaupt nicht mehr für Vampire, Werwölfe usw. begeistern. Zwar gab es den einen oder anderen Lichtblick (dank Vampire Diaries), doch erst Julie Kagawas Unsterblich. Tor der Dämmerung hat mich wieder auf den Geschmack gebracht. Von der ersten Seite ließ ich mich von dem düsteren Zukunftsszenario mitreißen, fesseln und von unvorhergesehenen Wendungen überraschen. Dazu kam mit Allie eine wunderbare authentische Protagonistin, die dafür gesorgt hat, dass ich mich in dieser Geschichte keine Sekunde gelangweilt habe. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung, die im Mai erscheinen wird. Platz zwei erreicht meine momentane Lieblingsreihe Das Lied von Eis und Feuer, an dessen ersten Band ich eigentlich ohne große Erwartungen herangegangen bin. Dass ich dann aber so ein riesen Fan werde, damit hätte ich nicht gerechnet. Und auf Platz 3 hat es Kirschroter Sommer von Carina Bartsch geschafft, da ich bevor ich es gelesen habe, kein groß Fan von Liebesgeschichten war, seitdem jedoch nicht genug bekommen kann.



Da musste ich nicht lange überlegen…Mein absolutes Flopbuch in diesem Jahr war eindeutig Darlah von Johan Harstad. Ich habe es mir aufgrund des Klappentextes gekauft, der sich so unglaublich spannend angehört hat und ich mir sicher war, dass es nur gut werden konnte. Allerdings muss ich sagen, dass ich total enttäuscht wurde, denn in ungefähr 2/3 des Buches passiert einfach mal gar nichts. Die Story plätschert nur so vor sich hin, kommt nicht in die Gänge. Stattdessen wird man mit Infos überschüttet, die gar nichts mit der Haupthandlung zu tun haben. Erst als die Forschungscrew ins Weltall geschossen wird, beginnt es langsam interessant und spannend zu werden. Genauso ein Reinfall war Rush of Love von Abbi Glines. Blaire und Rush haben mir echt den letzten Nerv geraubt. 
  
  
Meine erste Autoren-Neuentdeckungen in diesem Jahr wird wahrscheinlich die wenigstens von euch mehr verwundern, da ich seine Bücher bei fast jedem TAG genannt habe. Lange rede kurzer Sinn: Es handelt sich natürlich um George R.R. Martin. Ich liebe seinen Schreibstil und seine bildgewaltige, detailreiche Erzählweise, mit der er seinen Lesern die komplexe Welt von Westeros vor Augen führt sowie die ganzen Geschehnisse dort zum Leben erweckt. Autoren-Entdeckung Nr. 2 ist die liebe Jennifer Benkau, die mich mit ihrem wundervollen, fantasievollen Jugendbuch „Himmelsfern“ verzaubert hat. Auf der Frankfurter Buchmesse hatte ich darüberhinaus das Glück sie persönlich kennenzulernen und ich muss sagen, dass sie eine total nette, sympathische Person ist von der ich auf jeden Fall noch mehr lesen werde. Und die dritte Autoren-Neuentdeckung ist Kerstin Gier, die mir mit ihrer Edelsteintrilogie wunderschöne Lesestunden beschert hat.

 
 


Selection von Kiera Cass ist mir dieses Jahr mitunter am besten in Erinnerung geblieben, obwohl es immer noch auf meinem SUB herum gammelt.

Himmelsfern von Jennifer Benkau hat es mir vom ersten Blick an angetan, obwohl ich rosa überhaupt nicht leiden kann. Doch die Gestaltung, besonders diese Feder, gefällt mir richtig richtig gut.

Und als letztes wäre da noch Eine Handvoll Worte von Jojo Moyes. Wie sein Vorgänger ist das Cover mal wieder ein absoluter Traum – aber auch der Inhalt konnte mich vollkommen von sich überzeugen.  

 
 Hihi wirklich eine tolle Frage^^ Mal abgesehen davon, dass meine Wunschliste für 2014 schon …Formen angenommen hat, jegliches erdenkbare Maß überschritten hat und mich mit auf jeden Fall finanziell ruinieren wird…wie soll ich mich bitte bei den vielen Büchern entscheiden?! 


Zersplittert von Teri Terry ist mein absolutes Must-Read im Januar...Nach dem fiesen Ende von Band 1 (Rezension zu Gelöscht), kann und will ich mich nicht länger auf die Folter spannen. Ich muss endlich wissen wie es mit Kyla weitergeht. Dicht dahinter folgt Sternschnuppenträume von Julie Leuze, die mir mit „Der Geschmack von Sommerregen“ bereits ein neues Lieblingsbuch verschafft hat. Und auch Jojo Moyes Neuling 2014 Weit weg und ganz nah darf auf meiner Wunschliste nicht fehlen, nachdem ich sowohl ihr erstes als auch zweites Buch geliebt habe :) 


Liebe Grüße



Montag, 30. Dezember 2013

[Teil 1] Neuerscheinungen 2014: Ich freue mich auf...

 

Hallo ihr Lieben,

wie alle Bücherliebhaber und -liebhaberinnen habe ich es kaum erwarten können, bis die Verlage ihre Vorschauen für 2014 endlich veröffentlichen. Ja und was soll ich groß sagen?! Beim Durchstöbern sind einige (und das ist noch untertrieben^^) direkt auf meine Wunschliste gewandert, sodass ich jetzt am besten schon mal anfange zu überlegen wie ich diese ganzen Bücherkäufe finanzieren soll. 
Im ersten Teil werde ich euch meine Hightlights von Januar bis April zeigen. Im zweiten Teil folgen dann die Neuerscheinungen von Mai bis September. 

 
 
Oh, oh, oh, dieser Monat wird besonders übel für meinen Geldbeutel^^

 
 



Steht eins dieser Bücher auch auf eurer Wunschliste? Auf welche Neuerscheinungen freut ihr euch am meisten? 

Liebe Grüße


Sonntag, 29. Dezember 2013

Lesechallenge 2014


Hallo ihr Lieben,

in den letzten Tagen habe ich bei einen Bloggerinnen gesehen, dass sie ihre Challenges für 2014 vorstellen, sodass ich das heute gerne auch machen würde :)


 

Da mir Mandys Buchchallenge letztes Jahr so viel Spaß gemacht hat, habe ich mich dazu entschlossen auch 2014 wieder mit vor der Partie zu sein.

Die Regeln sind eigentlich ganz leicht:

Es gibt 20 mehr oder weniger leicht erfüllbare Buchvorgaben, von denen 14 bis zum 31.12.2014 zu lösen sind.

Hier die Aufgaben:
1.) Ein Buch, das aus deiner Kindheit stammt. 
2.) Ein Buch, mit Sternen auf dem Cover. 
3.) Ein Buch, welches du als Geschenk erhalten hast. 
4.) Ein Buch, dessen Titel mit "M" beginnt.
5.) Ein Buch, dessen letzte Ziffer der ISBN eine 4 ist. 
6.) Ein Buch, von einem dir unbekannten (noch nicht gelesenen) Autor. 
7.) Stell dich vor deinen SuB und lies das 14. Buch vom "Stapel". 
8.) Ein Buch, dessen Autor aus einem der folgenden Kontinente kommt: Australien/NZ, Asien oder Europa. Einschränkung hierbei: nicht aus Deutschland oder Großbritannien.
9.) Ein Buch, das Fortsetzung einer Reihe/Trilogie ist.
10.) Lies ein Sachbuch. 
11.) Ein Buch, das in der Zukunft spielt.
12.) Ein Buch, aus deinem Lieblingsgenre. 
13.) Ein Buch, in dem ein Kind eine Rolle spielt. 
14.) Ein Buch, dessen Titel aus 4 Worten besteht. 
15.) Ein Buch, dessen Autor 14 Buchstaben im Namen enthält (Vor- & Nachname) 
16.) Ein Buch, mit mindestens 14 Kapitel. 
17.) Ein Buch, auf dessen Cover mindestens 4 Lebewesen oder/und Gegenstände abgebildet sind. (Variation hierbei möglich) 
18.) Ein Buch, das dir schon mehrfach empfohlen wurde. 
19.) Buch, das an einem Ort spielt, an dem du schon einmal gewesen bist. 
20.) Ein Buch, das bereits auch verfilmt wurde.

Zusatzaufgabe: Ein Buch von jemanden leihen, der es ebenfalls für dich auswählt. Die Person bestimmt sozusagen, welches Buch DU aus SEINEM Regal lesen sollst.


An welchen Challenges nehmt ihr den so teil?

Liebe Grüße



Freitag, 27. Dezember 2013

(Rezension) "Das verbotene Glück der anderen" von Manu Joseph

 
Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zu amazon
Auf die Verlagshomepage?


Der siebzehnjährige Unni Chacko hat etwas Schreckliches getan. Drei Jahre nach seinem Selbstmord erhält sein Vater, der Journalist Ousep Chacko, mit der Post ein Päckchen mit einem Comic seines künstlerisch hochbegabten Sohnes Unni - ein Irrläufer, der Ousep erneut auf die Suche nach den Gründen für den Tod seines Sohnes schickt. Er befragt seine ehemaligen Freunde, besucht Treffen der Comic-Zeichner, belästigt einen berühmten Neuropsychiater, entdeckt das ungewöhnliche Leben seines Sohnes und dringt zugleich immer tiefer in die Geheimnisse der eigenen Familie ein.

Manu Joseph hat einen ganz eigenen Schreibstil, der wie der Rest des Buches nur schwer zu beschreiben ist. Seine Worte erzeugen einfach eine wunderbare, stimmige und besondere Atmosphäre. Genauso wunderbar ist es ihm gelungen die indische Kultur in die Geschichte einzuflechten und seinen Lesern einen Einblick in das alltägliche Leben und in das Benehmen der Menschen zu verschaffen. Sein Fokus liegt dabei überwiegend auf der Stellung der Frau. 


Stellt euch vor ihr denkt, dass ihr eine Person in und auswendig kennt, ihr denkt ihr wisst alles über sie, ihr denkt, ihr kennt ihre Gedanken, Gefühle, Probleme etc. und müsst dann feststellen, dass ihr eigentlich gar nichts über den- oder diejenigen wusstet, keinen Ahnung hattet was ihn beschäftigt oder bewegt hat. Genauso geht es Ousep Chacko als sein Sohn Unni von heute auf morgen Selbstmord begeht ohne einen Abschiedsbrief zu hinterlassen, der seiner Familie vielleicht einen kleinen Hinweis geben könnte. Seitdem sind nun drei Jahre vergangen, doch diese eine quälende Frage ist immer noch präsent. Als Ousep Chacko einen Comic seines Sohnes per Post erhält, fasst er neuen Mut und macht sich auf, um im Umfeld von Unni herauszufinden, warum sich dieser umbrachte.

Das ist jedoch nichts das einzige Geheimnis das sich im Laufe des Buches enthüllt. Dadurch, dass die Geschichte auch aus anderen Sichtweisen z.B. aus der von Unnis Mutter Mariamma oder seines kleinen Bruder Thoma erzählt wird, gelangen wir immer mehr in die Tiefe und können die Zusammenhänge erkennen. Und dann wären da noch die Geschichten die Freunde und Bekannten über Unni erzählen, wodurch der Leser Unni kennenlernt. Aber auch sein Vater lernt seinen Sohn noch einmal von einer ganz neuen Seite kennen und letztendlich auch dessen Geheimnisse.

Zu Beginn habe ich wirklich ein wenig gebraucht um mich an die Erzählweise des Autors und die ungewöhnliche Atmosphäre, die einen begleitet, zu gewöhnen. Darüberhinaus war mir alles etwas zu langatmig, da ich auf den ersten Seiten kaum Handlung wahrnehmen konnte. Als ich diese Hürde erst einmal überwunden hatte, habe ich die Geschichte einfach nur genossen. Je weiter man liest, desto mehr taucht man in das Geschehen ab. Fast automatisch stellt man zudem Vermutungen über Unnis Bewegründe an, die ich jedoch jedes Mal wenn ich dachte, dass ich recht haben könnte, wieder fallen lassen musste.

Zu den Charakteren möchte ich eigentlich nicht viel sagen, da man sie einfach selbst erleben muss, um den Charme, der von ihnen ausgeht spüren zu können. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber Manu Joseph ist es gelungen sie wirklich äußerst authentisch darzustellen, sodass man sich durchaus vorstellen könnte ihnen in Wirklichkeit zu begegnen.

Neben einigen humorvollen Stellen und Gedankengänge, gibt es auch viele, die einen zum Nachdenken bringen, beispielsweise Unnis Vorstellungen von der Welt, die mich einerseits sehr verwirrt, anderseits aber auch irgendwie fasziniert haben. Vor allem aber hat mich beeindruckt mit welchen Themen er sich beschäftigt hat – und zwar nicht nur mal so, sondern richtig philosophisch und weise. 


„Das verbotene Glück der anderen“ von Manu Jospeh ist so ganz anders wie alle anderen Bücher, die ich bisher gelesen habe. Zwar habe ich zu Beginn ein wenig gebraucht um mich an die Erzählweise des Autors und die ungewöhnliche Atmosphäre zu gewöhnen, was sich mit der Zeit jedoch gelegt hat. Von da an habe ich die Geschichte einfach nur genossen und mich überraschen lassen wie sich alles entwickeln wird. Nachdem ich die letzten Seiten gelesen und das Buch zugeschlagen hatte, hatte ich einerseits das Gefühl vollkommen leer zu sein, andererseits sammelten sich in meinem Kopf bereits viele neue Fragen, denen ich noch eine Weile nachgehangen bin.
 




Manu Joseph, geboren 1974 in Kottayam, lebt in Delhi und ist Herausgeber des "Open Magazine". Er war u. a. Redakteur bei "The Times of India", veröffentlichte 2010 den Roman "Serious Men", der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde, auch auf Deutsch erschien und für den er 2010 den Hindu Literary Prize erhielt. [Quelle: Verlagshomepage C.H.Beck]





Danke an: 
 http://www.bloggdeinbuch.de/  

http://www.chbeck.de/





Donnerstag, 26. Dezember 2013

Blogger-Flashmob zur Veröffentlichung von "Düstere Schatten - Darian & Victoria #2" von Stefanie Hasse


Zum Erscheinen von "Düstere Schatten", dem zweiten Band der Trilogie rund um Darian & Victoria gibt es etwas zu gewinnen.

oder

Entweder ein Buchpaket aus Band 1 und Band 2, beide signiert + Wunschbuch

oder

einen 50€ Amazon-Gutschein.

(Rezension) "Eine Handvoll Worte" von Jojo Moyes

http://www.amazon.de/Eine-Handvoll-Worte-Jojo-Moyes/dp/3499267764/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1387987528&sr=8-1&keywords=Eine+Handvoll+Worte 
Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zu amazon
Auf die Verlagshomepage?

 

Eigentlich müsste die 30jährige Ellie Haworth rundum zufrieden mit ihrem Leben sein: Sie hat ihren Traumjob gefunden und arbeitet als Journalistin bei einer renommierten Londoner Zeitung. Doch in der Liebe sieht es für sie leider gar nicht gut aus, denn der Mann, den sie liebt gehört einer anderen.

Eines Tages entdeckt sie bei Recherchen für die Jubiläumsausgabe ihrer Zeitung einen Brief, indem ein unbekannter Verfasser seine Geliebte darum bittet ihren Ehemann zu verlassen und mit ihm ein neues Leben anzufangen. Ergriffen von seinen gefühlvollen Worten, beschließt sie Nachforschungen anzustellen um herauszufinden, was aus diesem tragischen Liebespaar geworden ist…

Frau Moyes Schreibstil ist im Grunde genommen ganz einfach gehalten und kommt ohne große Schnörkel oder Ausschmückungen zurecht. Allerdings besitzt sie ein unbeschreibliches Talent mit wenigen Worten unglaublich viele Gefühle herüberzubringen, die einem als Leser direkt ins Herz gehen. Darüberhinaus wirken ihre Geschichten immer so, als wären sie mitten aus dem Leben gegriffen worden. 


Nachdem ich von Frau Moyes Erstling „Ein ganzes halbes Jahr“ soooo begeistert war, stand für mich fest, dass ich ihr zweites Buch auch unbedingt lesen werde. Ganz ungeduldig habe ich also auf die Veröffentlichung gewartet. Als schließlich die ersten Rezensionen kamen und darunter auch einige kritischen Stimmen waren, habe ich dann doch ein bisschen gezögert. Da ich mir aber gerne selbst eine Meinung bilde, habe ich mich letztendlich daran gewagt. Zum Glück, denn für mich hat es sich auf jeden Fall geloht :)

Und das obwohl es ein wenig gedauert hat bis ich in die Geschichte hineingekommen bin und mich fallen lassen konnte. Ich vermute jedoch, dass das weniger am Buch selber lag, sondern eher an meinen zu großen Erwartungen. Nach ungefähr 200 Seiten hat es dann endlich Klick gemacht und „Eine Handvoll Worte“ hat sich genauso zu einem kleinen Schätzchen entwickelt.

Ich habe gelesen und gelesen, konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich ließ mich vom Geschehen mitreißen und von den Worten der Autorin einnehmen. Sie erzählen die Geschichte zweier junger Frauen, die aus vollkommen verschiedenen Zeiten stammen, jedoch durch ihre gleichen Lebensumstände miteinander verbunden sind.

Jennifer Stirling hat eigentlich alles, was sich eine Frau ihrer Zeit wünschen kann: Sie sieht gut aus, ist mit einem erfolgreichen und angesehenen Geschäftsmann verheiratet und führt ans seiner Seite ein privilegiertes Lebens. Doch was hilft der ganze Luxus und das sie zu den ganzen glamouröse Empfängen eingeladen wird, wenn ihr Alltag ansonsten trist und leer ist. Und auch ihre Ehe ist alles andere als glücklich…

Ellie Haworth redet sich zwar ständig ein glücklich zu sein, doch mit der Zeit fällt es ihr immer schwerer ihre Gefühlen und Wünschen nachzugehen. Vor allem nachdem sie diese Liebesbriefe im Archiv gefunden hat, machen sie einige Zweifel in ihr aus. Die geschriebenen Worte und die scheinbar unendliche Liebe, die der Verfasser damals empfunden haben muss, berühren Ellie zutiefst, machen sie gleichzeitig aber auch nachdenklich, sodass sie ihre Affäre auf einmal nicht mehr als so rosarot sieht. Außerdem beginnt sie allmählich die komplette Tragweite zu begreifen.

Durch die Zeitsprünge in die Vergangenheit lernen wir das Leben in den 1960er sowie die damalige Rolle der Frau kennen, was wirklich interessant und authentisch dargestellt wurde. Untermalt wird das Ganze noch von einer eher bedrückenden, melancholischen Grundstimmung, die mir richtig nahe gegangen ist. Ich hatte den Eindruck jeden Moment in Tränen ausbrechen zu müssen.

Hin und wieder gibt es ein paar langatmige Stellen, die allerdings durch die abwechslungsreiche Handlung und die unerwarteten Wendungen ausgeglichen werden. 


Auch mit ihrem zweiten Buch hat es Jojo Moyes geschafft mich mit ihrer gefühlvollen, einfühlsamen Erzählung bis zur letzten Seite einzunehmen und nicht mehr loszulassen. Zwar bin ich mit einigen Bedenken ans Lesen herangegangen, welche ich jedoch nach kurzer Zeit getrost vergessen habe, denn wie sein Vorgänger ist „Eine Handvoll Worte“ wirklich mitreißend und stimmungsvoll geschrieben, sowie absolut emotionsgeladen.
 





Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex. [Quelle: Verlagshomepage rowohlt]