Samstag, 28. September 2013

(Rezension) "So nah und doch so fern" von Ann Brashares

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Nur ganz wenige Menschen verfügen über die Gabe, sich an ihre früheren Leben zu erinnern. Daniel ist einer von ihnen. Sein Gedächtnis reicht viele Jahrhunderte, viele Leben zurück – und er erinnert sich an eine junge Frau, die er einst unglücklich geliebt hat. Nach jeder Rückkehr in eine neue Existenz begibt er sich auf die Suche nach ihr, bis er im heutigen Virginia auf Lucy trifft. In ihr erkennt er seine schicksalhafte Liebe wieder. Für Lucy aber ist Daniel ein völlig Fremder, auch wenn sie sich auf unheimliche Weise zu ihm hingezogen fühlt…

(Quelle: carl’s books)

Ann Brashares Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, da er sehr intensiv und einnehmend ist. Die Gefühlswelt von Lucy und Daniel konnte mich stets berühren, mitleiden und mitfühlen lassen. Außerdem hat sie es geschafft, dass mich die Story auch nach Beenden nicht vollkommen loslassen wollte. Ich hatte im Voraus mit einer leichten Lektüre für Zwischendurch gerechnet, doch was ich bekommen habe lässt sich nicht mit diesen Worten abspeisen.

Als ich den Klappentext zu diesem Buch das erste Mal gelesen habe, wurde meine Neugierde sofort geweckt. „So nah und doch so fern“ klang nach einer wunderschönen aber auch tragischen Liebesgeschichte, die ich mir nicht entgehen lassen wollte.

Daniel hat schon mehrere Leben gelebt und ist schon mehrere Male gestorben. Unzählige Male ist seine Seele in den letzten tausend Jahren in einem anderen Körper wiedergeboren worden und jedes in jedem dieser Leben verfolgt ihn der gleiche, unstillbare Wunsch: Er möchte Sophie, die Liebe seines Leben wiederfinden. Auch ihre Seele wird immer wieder geboren, doch kann sie sich im Gegensatz zu ihm nicht an ihre vergangenen Leben erinnern.

Wiedergeburt ist für mich ein sehr interessantes Thema, allein die Vorstellung schon einmal, in einer längt vergangenen Zeit, an einem ganz unbekannten Ort gelebt haben zu können, finde ich äußerst faszinierend. Und der Gedanke, dass die Liebe, die man für einen bestimmten Menschen empfindet, über Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte bestehen bleibt, finde ich noch viel schöner…

Der Großteil dieser Geschichte wird aus der Sicht von Daniel erzählt, wobei die Autorin sehr viel Wert darauf legt dem Leser sein Schicksal nahe zu bringen. Immer wieder wandern wir zurück in die Vergangenheit. Daniel erzählt von den wichtigsten Ereignissen seines Lebens und nimmt uns Leser auf eine Reise durch die verschiedensten Epochen der Geschichte. Dabei wird einem sehr schnell bewusst, wie tief seine Gefühle für Sophia (Lucy) sind. Egal in welchem Jahr, ob 541 v.Chr. oder 1912, sie stand bei ihm stets im Mittelpunkt, auch wenn das Schicksal es selten gut mit ihnen gemeint hat.

Warum ich letztendlich nur 4 Sterne vergebe, liegt daran, dass ich zu Beginn ein wenig gebraucht habe mich in der Handlung einzufinden, was hauptsächlich an den beiden Charakteren lag. Denn so schön ihre Geschichte sein mag, sind Lucy und Daniel zwei anstrengende Menschen, die für meinen Geschmack zu schnell den Kopf in den Sand stecken. Ihnen fehlt der Mut, die Lebensfreude und die Gabe ihrem Leben etwas Positives abzugewinnen. Klar kann ich verstehen, dass wenn man schon öfters gelebt hat irgendwann immer in den selben, alten Trott verfällt, aber sollte man nicht wenigstens versuchen das beste aus der Situation zu machen? Ben, Daniels ältester Freund, scheint jedenfalls weniger Probleme zu haben. Er macht das Beste aus jedem seiner Leben und genießt die vielen Möglichkeiten, die ihm offen stehen.

Zudem fehlte mir bei beiden Protagonisten schlichtweg das gewisse Etwas, das mir geholfen hätte eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Leider ist der Funke nicht übergesprungen, sodass ich mir eher wie eine Zuschauerin vorkam, als ein der Teil Geschichte vorkam.


Auf den letzten 100 Seiten wird es schließlich noch recht spannend. Und auch das Ende ist sehr überraschend bzw. ganz anders wie ich es erwartet hatte. Wenn ich ehrlich bin hat es mich ein bisschen unzufrieden zurückgelassen. Ich hoffe sehr, dass es noch einen Folgeband geben wird.


Ann Brashares erzählt mit „So nah und so fern“ eine ergreifende und zugleich tragische Liebesgeschichte, die mich und vor allem mein Herz vom ersten Moment einnehmen konnte. In einigen Rückblicken, die in den unterschiedlichsten Epochen spielen, erfahren wir, dass Daniel und Lucy seit Jahrhunderten miteinander verbunden sind und doch immer wieder vom Schicksal getrennt werden. Zu Beginn hatte ich kleinere Schwierigkeiten mit der Handlung warm zu werden, was vor allem an den beiden Protagonisten lag. Mir fehlte das gewisse Etwas, das mir erlaubt hätte eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Nichtsdestotrotz bin ich unglaublich froh dieses Buch gelesen zu haben!
 (3,5/5) 



Ann Brashares wuchs mit drei Brüdern in der Nähe von Washington D.C. auf. Sie studierte Philosophie an der Columbia University in New York, unterbrach jedoch das Studium aus finanziellen Gründen und begann, in einem großen amerikanischen Verlag zu arbeiten. Die Arbeit dort gefiel ihr so gut, dass sie nicht mehr an die Uni zurückging und stattdessen einige Jahre als Lektorin tätig war. Seit 2000 widmet sich Ann Brashares ganz dem Schreiben – ihre Serie »Eine Jeans für vier« über vier Freundinnen um die 16 ist weltweit ein durchschlagender Erfolg. Ihr erstes Buch für Erwachsene, »Unser letzter Sommer«, war ein New-York-Times Bestseller in den USA. Brashares lebt mit ihrem Mann, dem Porträtmaler Jacob Collins, und ihren drei Kindern in Brooklyn, New York. [Quelle: Verlagshomepage carl's books]




Donnerstag, 26. September 2013

Der Goodreads TAG


Hallöchen :)

heute möchte ich gerne den Goodreads TAG machen, den ich auf ankas geblubber entdeckt habe. Doch bevor ich zu den Fragen komme, möchte kurz ein, zwei Sätze zu goodreads sagen. Für alle, die diese Seite nicht kennen: goodreads ist eine Plattform auf der sich alles rund um Bücher dreht. Ihr könnt euch euere eigenen virtuellen Bücherregale einrichten, Bücher markieren, die ihr schon gelesen habt, die ihr gerade lest oder gerne noch lesen möchtet (so ähnlich wie bei lovelybooks). Aber ihr könnt euch dort auch mit anderen Bücherverrückten austauschen, euch Gruppen anschließen etc.






1) Welches Buch hast du zuletzt als "read" markiert?

Als letztes habe ich "Walking Disaster" von Jamie McGuire als "read" makiert und es hat mir eigentlich auch ganz gut gefallen. Allerdings, im Nachhinein hätte ich es nicht unbedingt lesen müssen, da es zu Beautiful Disaster fast keinen Unterschied gibt, außer dass die Geschichte aus Travis Sicht erzählt wird. Mehr könnt ihr dann bald in meiner Rezi lesen :)

2) Was liest du gerade?

Ich lese gerade "Aufbruch: Partials" von Dan Wells. Das lag schon ein Weilchen bei mir herum, doch bis jetzt war irgendwie nie der richtige Zeitpunkt dafür.

3) Welches Buch hast du zuletzt als "to-read" markiert?

"Da vorne wartet die Zeit" von Lilly Lindner - werde ich auch ganz bald lesen, da ich unheimlich neugierig bin wie mir das Buch gefallen wird. Die Leseprobe hat mir jedenfalls schon mal richtig gut gefallen. Lilly hat einen richtig schönen Schreibstil<3

4) Welches Buch liest du als nächstes

Das wird wahrscheinlich der 5. Band von "Das Lied von Eis und Feuer" sein. Diese Reihe hat mich so für sich eingenommen, dass ich einfach weiterlesen muss. Außerdem habe ich die meisten Charaktere ganz fest in mein Herz geschlossen, sodass ich sie, wenn ich auch nur kurz Pause mache und z.B. ein Buch zwischen den nächsten Bänden lese, schrecklich vermisse ;)

5) Vergibst du Sterne

Ja

6) Nimmst du an der Reading Challenge teil?

Oh ja und ich bin ganz fleißig^^ Ich musste bereits zweimal mein Ziel ändern. Zuerst von 30 auf 60, von 60 auf 75...Tja und mittlerweile bin ich bei 80 Büchern, von denen ich bereits 70 geschafft habe...

7) Hast du eine Wunschliste?

Welcher Buchsüchtige hat die bitte nicht?

8) Welches Buch willst du als nächstes kaufen?

Da habe ich gleich zwei: "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak und "Die drei Leben der Tomomi Ishikawa" von Benjamin Constable

9) Hast du Lieblingszitate? Welche?

Meine Lieblingszitate stammen, wie könnte es auch anders sein, hauptsächlich aus der Feder von George R.R. Martin.

“Old stories are like old friends, she used to say. You have to visit them from time to time.”
― George R.R. Martin, A Storm of Swords

10) Wer ist dein Lieblingsautor?


Die Frage finde ich jetzt wirklich schwer zu beantworten...Bei mir wechselt das immer mit der Zeit. Im Moment ist es ungeschlagen George R.R. Martin, aber ich mag auch Thomas Thiemeyer, Carina Bartsch, Kerstin Gier, Suzanne Collins und und und...

11) Welchen Gruppen bist du beigetreten?

Ich bin insgesamt drei (wow, doch so viele^^) Gruppen beigetreten.

Unsere Herzblut Challenge

Buchchallenge 20/13

Deutsch

12) Nutzt du Goodreads auch, um dich mit anderen Leseratten auszutauschen?

Ja ich bin mit einigen Bloggern und Buchtubern befreundet, mit denen ich mich regelmäßig austausche. Ich verfolge z.B. was sie gerade lesen oder welche Bücher sie als "to read" makieren.



So, dass war's von mir. Mmh...möchte ich jemanden taggen? Überleg ich mir noch :)

Wer mag, kann gerne an dem TAG teilnehmen und seinen Beitrag in den Kommentaren verlinken. Ich schau auf jedenfall vorbei, versprochen :)


Liebe Grüße


Montag, 23. September 2013

(Rezension) "Solange am Himmel Sterne stehen" von Kristin Harmel

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Die 36 jährige Hope ist gerade frisch geschiedene und hätte mit ihrer zwölfjährigen, pubertierenden Tochter Annie eigentlich schon genug um die Ohren. Aber wie das Schicksal manchmal so will, muss sie sich mit weiteren Sorgen herumquälen: Da wäre zum einen die Bäckerei, die sich schon seit Generation im Besitz der Familie befindet. Sowohl ihre Mutter, als auch ihre Großmutter haben eine Menge Herzblut hineingesteckt und auch Hope tut ihr bestmöglichstes. Doch die Bäckerei hat leider schon bessere Zeiten erlebt. Und dann wäre da auch noch ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter Rose, die jeden Tag mehr im unendlichen Nebel ihrer Krankheit zu versinkt droht. In einem der wenigen klaren Moment bittet Rose ihrer Enkelin deshalb um einen Gefallen: Hope soll nach Paris Reisen und dort nach bestimmten Menschen suchen, deren Namen sie noch nie gehört hat…

Kristin Harmel schreibt unglaublich warmherzig und liebevoll, sodass ich mich von Anfang an wie zu Hause fühlte. Darüberhinaus erzählt sie auch sehr authentisch. Ich hatte den Duft nach frisch gebackenen Kuchen, Törtchen und Keksen stets in der Luft, genauso wie die den düsteren und bitteren Gedanken an den Holocaust. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass Frau Harmel in jeder Situation stets die richtigen Worte findet, was mir bisher nur selten in einem Buch begegnet ist.


Erinnerungen sind mit eines der kostbarsten Dinge, die es in unserem Leben gibt. Längst vergangene Ereignisse, an die wir uns nur zu gerne erinnern um vielleicht einen kurzen Moment aus der Gegenwart zu entfliehen. Doch es gibt auch Erinnerungen, die wir am liebsten aus unserem Gedächtnis streichen möchten, da sie einfach zu schmerzhaft sind. Vielleicht hat man einen schweren Fehler begangen, einen geliebten Menschen verloren, den man nie verlieren wolle, einen Ort, eine Zeit hinter sich lassen müssen, um einen Neuanfang zu beginnen…Sich an so etwas zu erinnern ist viel schwerer und komplizierter, aber noch schwerer ist es seine Erinnerungen daran vollkommen zu verdrängen. Und so erweist sich die Vergangenheit oftmals als ein Raum voller Geheimnisse und ungelöster Rätsel…

"Solange am Himmel Sterne stehen" ist nicht die Art von Buch, die ich sonst so lese, allerdings hat die Geschichte etwas ganz besonderes an sich, was mich von Anfang in seinen Bann gezogen hat. Darüberhinaus spielt das Thema Alzheimer eine tragende Rolle, was man nicht oft in Büchern anfindet, obwohl es längst kein unbekannter Begriff in unserer Gesellschaft ist. Außerdem hat meine Mama eine Zeitlang mit an Alzheimer erkrankten Menschen zusammengearbeitet.

Wie gesagt hatte dieses Buch eine ganz besondere Anziehungskraft ausgeübt. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber ich hatte beim Lesen stets das Gefühl, als ob ich ein Teil dieses Ganzen wäre und nach Hause kommen würde. Tja und wenn ein Buch solche Emotionen in mir auslösen kann, dann ist das schon ein dicker fetter Pluspunkt.

Darüberhinaus hat mir diese Geschichte so unheimlich viel gegeben. z.B. Dass man sein Leben so leben sollte, wie man es für richtig hält, ganz egal was andere darüber denken oder von einem erwarten. Es geht nicht darum, andere glücklich zu machen, sondern auch an sich selbst zu denken. Manchmal muss man dafür ein gewisses eingehen…Davor hat man meistens Angst, das immer die Möglichkeit besteht verletzt zu werden und Wunden aus dieser Erfahrung zu tragen. Um sich davor selbst zu schützen, wählt man deshalb oft den bequemeren, sicheren Weg, auch wenn es bedeutet einen Kompromiss einzugehen und nicht sein eigentliches Ziel zu erreichen.

Außerdem nehme ich mit, dass es nichts bringt sich an Entscheidungen, die in der Vergangenheit getroffen wurden, zu klammern und sich zu fragen was gewesen wäre, wenn ich mich so oder so entschieden hätte. Man muss akzeptieren, wie sich das Leben entwickelt hat und nach vorne sehen, denn wie es weitergeht bestimme ich ganz alleine. Wie heißt es so schön „Jeder ist seines Glückes Schmied“

Von Anfang an baut die Autorin unterschwellige eine gewisse Spannung auf, die meine Neugierde permanent aufrecht hielt. Die Suche nach Informationen, nach vergangenen Momenten hat stets dazu geführt, dass ich immer wissen musste, wie es weitergeht.

Im Verlauf der Suche lernen wir viele wunderbare Charaktere kennen, von denen jeder mit einer eigenständigen Persönlichkeit bezaubert und so einen Teil der Geschichte ausmacht. Die Autorin lässt sie uns langsam näher kennenlernen. Ich habe sie alle in mein Herz geschlossen, wo sie sicherlich einen Platz behalten werden.

Da die Geschichte aus der Sicht von Hope geschrieben ist, bekommt man gerade von ihrem Innenleben bzw. ihren Gefühlen einen sehr guten Einblick. Gleichzeitig weiß der Leser genauso wenig wie sie, was das Herausfinden noch einmal spannender macht. Auf der einen Seite mochte ich Hope sehr gerne, auf der anderen Seite hat sie mich auch etwas genervt, da sie ständig nur das Negative sieht, ihre Standartsätze sind entweder „Das kann nicht sein.“ oder „Ich kann nicht…“. Sie lässt sich von ihrer Angst leiten und merkt gar nicht wie sie dadurch die Menschen vor den Kopf stößt, die sie liebt und denen sie etwas bedeutet

Immer wieder gibt es auch kurze Kapitel, die aus der Sicht von Rose, der an alzheimererkrankten Großmutter, erzählt werden und Stück für Stück ihre Geschichte ans Licht bringt.

Hauptbestandteil im Buch ist eine Liebesgeschichte, die sich hintergründig und leise anbahnt, aber dennoch schön beschrieben wird. Sie hat zu keinem Zeitpunkt unrealistisch gewirkt. Im Gegenteil! Ich kann mir sogar vorstellen, dass sie tatsächlich so während des zweiten Weltkriegs geschehen sein könnte.

Im letzten Drittel konnte ich die Tränen kaum zurückhalten. Das Ende erscheint in manchen Augen vielleicht etwas kitschig, doch für mich war es absolut passend. Einen anderen Abschluss wäre nicht in Frage gekommen.

Mit „Solange am Himmel Sterne stehen“ erzählt Frau Harmel eine wunderbare und herzergreifende Geschichte. Jede Seite, jeder Satz, jedes Wort enthält sehr viel Herz, Wärme und Geborgenheit, sodass ich während des Lesens stets das Gefühl hatte nach Hause zu kommen. Gleichzeitig ist diese Geschichte auch geprägt von Spannung, Drama und Verlust…Eine Kombination, die mich tief berühren konnte und die ein oder andere Träne vergießen ließ. Ich kann dieses wunderschöne, einfühlsame Buch jedem nur empfehlen. Lasst euch mit in das Paris der 1940er entführen. Tretet mit Hope die Reise in die Vergangenheit an und geht den Erinnerungen von Rose auf die Spur :)
 





Kristin Harmel hat bereits einige Romane veröffentlicht und mit Medien wie People und Glamour zusammengearbeitet. Mit Solange am Himmel Sterne stehen erfüllt sie sich den Wunsch, eine große Geschichte von Liebe und Verlust über Generationen hinweg zu erzählen. Es ist ihr erster Roman, der in deutscher Sprache erscheint, und er wird derzeit in dreizehn Sprachen übersetzt. Kristin Harmel lebt in Orlando, Florida.[Quelle: Verlagshomepage blanvalet]


 





Samstag, 21. September 2013

*Samstags-Aktion* Lesenacht XXL


Hallo ihr Lieben,

"Gemeinsam lesen und blubbern, bis die Augen zufallen" das soll das Motto für den heutigen Abend sein, denn es ist mal wieder Zeit für eine Lesenacht. Doch dieses Mal hat sich die liebe Anka etwas ganz besonderes einfallen lassen...Da mit diesem Mal die 10. Ausgabe der Lesenacht stattfindet, heißt es: Lesenacht Extralarge! Allerdings wird danach unsere gemeinsame Lesezeit noch nicht beendet sein...Eine Woche lang findet eine Art "Lesemarathon" statt, der am 28.09. mit einer weiteren Lesenacht ausklingen wird.

Hört sich richtig gut an, oder? Ich jedenfalls freue mich schon riesig darauf und bin mir sicher, dass eine Menge Spaß auf mich warten wird :)

Gestartet wird wie immer um 21:00 Uhr! Zu jeder vollen Stunde wird es natürlich wieder eine Frage geben, damit wir das Buch, die Protagonisten usw. ein bisschen besser kennenlernen. 

* 1. Aufgabe ~ 21:00 Uhr 

Mit welchem Buch startest du in die heutige Lesenacht?


Ich werde mit "Die Geschichte von Zoe und Will" von Kristin Halbrook in die Lesenacht starten. Gestern habe ich schon ein wenig reingelesen, sodass ich jetzt ganz gespannt bin, was im Verlauf alles auf mich warten wird. Der Klappentext und die ersten Seiten versprechen jedenfalls eine wunderschöne Geschichte hoffentlich werde ich nicht enttäuscht :)


* 2. Aufgabe ~ 22:00 Uhr

Eignet sich dein Buch für eine Verfilmung (Serie? Kinofilm? Fernsehfilm oder Miniserie?)

Also so weit ich das im Moment beurteilen kann, würde sich das Buch ganz gut verfilmen lassen. Zwei junge Menschen, die die Schatten ihrer Vergangenheit, ihr altes Zuhause hinter sich lassen wollen, um an einem anderen Ort ein neues, besseres Leben zu beginnen...Dazu eine schöne Liebesgeschichte, ja das würde ich mir gerne als Film anschauen :) Bin eh schon hin und weg von Zoe und Will...


 * 3. Aufgabe ~ 23:00 Uhr

Was glaubst Du, wieviele Seiten im Rahmen der heutigen Lesenacht (alternativ ganzer Event) insgesamt gelesen werden?

Ähm...ähm...das ist wirklich eine richtig schwere Frage. Keine Ahnung, ich bin total schlecht im schätzen...Für heute Abend so um die 1000 Seiten?? Und vielleicht um die 20 000 Seiten für das ganze Event??


  * 4. Aufgabe ~ 0:00 Uhr

Welches Buch hat dich zuletzt so beschäftigt/berührt, dass du sogar davon geträum hast?

Solange am Himmel Sterne stehen von Kristin Harmel hat mich nach dem Lesen noch sehr lange beschäftigt. Die Geschichte war so unglaublich emotional und konnte mich ganz tief berühren.


  * 5. Aufgabe ~ 1:00 Uhr

Sei spontan! Gib der Hauptfigur eine Farbe, Ton oder Geschmack!

Noch so eine knifflige Frage^^ Zoe und Will sind von Zuhause abgehauen um ihrer traurigen Vergangenheit zu entfliehen und irgendwo anders endlich glücklich zu werden. Ich glaube die beiden wäre für mich orange mit einem leichten grauen Schatten. Als Geschmack fällt mir spontan Johannisbeere ein. Süß aber auch mit einem leicht säuerlichen Nachgeschmack.


* 6. Aufgabe ~ 2:00 Uhr

Wie lautet dein Fazit zur heutigen Lesenacht und was sind deine Erwartungen für die kommenden Tage?
 
Erst einmal natürlich vielen lieben Dank an Anka, die diese Lesenacht mal wieder wunderbar organisiert hat. Mir hat es wieder sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mit meinem Buch ein paar schöne Stunden verbringen und zwei tolle Protagonisten kennenlernen dürfen. Meine Erwartungen für die kommenden Tage? Naja ich hoffe trotz der Schule ein wenig Zeit fürs Lesen aufzubringen. Ja und auch auf die Fragen/ Aufgaben, die auf uns warten werden, bin ich sehr gespannt :) 


Donnerstag, 19. September 2013

[TAG] - Das Buchopfer!



Bereits vor ein paar Wochen habe ich diesen wirklich tollen TAG auf youtube gefunden und mich köstlich über die Antworten der Buchtuber amüsiert. Jetzt möchte ich die Fragen gerne selbst beantworten, da sie die beste Gelegenheit bieten, um mal so richtig über schlechte Bücher abzulästern :)

Es gibt fünf Szenarien…

1.) Du spazierst gerade gemütlich durch einen Buchladen, als die Zombies angreifen. Verständlicherweise geraten die anderen Kunden in Panik, doch du weißt, wie man die Zombies besiegen kann: Man muss sie mit einem zu Unrecht gehypten Buch erschlagen. Welche Wahl triffst du?


Oh das fällt mir nicht allzu schwer: Shades of Grey von E.L. James. Ich habe zwar alle drei Bände gelesen und fand sie jetzt auch nicht so schlecht, aber der Hype der im Vorfeld darum gemacht wurde, hat diese Trilogie in meinen Augen nicht verdient. Gerade im Hinblick auf Frau James plumpen und abgehackten Schreibstil oder Anas innere Göttin…grauenhaft!
Von der Buchdicke perfekt um den Zombies damit eins überzuziehen






2.) Du warst gerade beim Friseur und freust dich über deine wunderbare neue Frisur, da fängt es plötzlich an zu regnen. Welche Fortsetzung benutzt du als Regenschirm?

Hmmm, ich glaube ich nehme „Bis(s) zur Mittagsstunde“ von Stephenie Meyer. Omg dieses Buch ist einfach nur furchtbar. Ich habe „Bis(s) zum Morgengrauen“ damals wirklich geliebt und wollte danach natürlich den 2.Teil lesen, aber im Nachhinein war es die reinste Quälerei. Bellas Gejammer und ihr Selbstmitleid waren ja kaum zum Aushalten...Auf diesen Band hätte ich getrost verzichten können!  


3.) Du sitzt im Deutschunterricht und dein Lehrer schwafelt mal wieder davon, wie toll dieser eine Klassiker doch ist. Das Problem: Du hasst dieses Buch und schließlich kannst du nicht anders, als aufzustehen und deinem Lehrer mal so richtig die Meinung darüber zu sagen. Um welchen Klassiker handelt es sich?

Ganz eindeutig: Die Verwandlung von Franz Kafka. Langweilig, unrealistisch, seltsam, komplizierte Sprache...Außerdem habe ich keine Ahnung, was er mir mit dieser Geschichte sagen will



4.) Du schlenderst gerade durch die Reihen deiner Stammbuchhandlung, als plötzlich eine neue Eiszeit ausbricht. Die ganze Stadt verwandelt sich in eine Schneewüste und deine einzige Chance ist, im Laden zu bleiben und deine absoluten Hassbücher zu verbrennen, um dich warmzuhalten. Mit welchem Buch beginnst du? 

Ich nehme Feuchtgebiete von Charlotte Roche, da die Geschichte total ecklig und mega schlecht ist. Absolutes Flop-Buch, ohne das die Bücherwelt sehr gut auskommen würde. Mehr gibt es für mich dazu nicht zu sagen. 

5.) Du bist Backstage, kurz vor deinem großen Auftritt, als dir siedendheiß einfällt, dass du noch deinen Kaugummi ausspucken musst. Doch unglücklicherweise hat du weder Mülleimer noch irgendeine Art von Papier bei dir - bis auf deine absolute Lieblingsbuchreihe, die du mitgenommen hast, um zur Beruhigung noch etwas zu lesen. Du hast also keine Wahl: Du musst den Kaugummi auf die letzte Seite kleben. Von welcher Reihe findest du das Ende so furchtbar, dass du kein Problem damit hättest, deinen Kaugummi auf die letzte Seite zu kleben? 

Oh, das ist schwer, da ich von meinen aktuellen Lieblingsreihen bisher nicht viele beendet habe (Schande über mich^^). Tja und von denen, die ich beendet habe, gefallen mir die Enden eigentlich...Okay ich machs kurz: Diese Frage lasse ich offen! Aber ihr könnt mir vielleicht mal in die Kommis schreiben, welches Ende einer Reihe ihr total bescheuert fandet.


Liebe Grüße

Mittwoch, 18. September 2013

(Rezension) "Dark Kiss" von Michelle Rowen

 
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Wer rechnet bitteschön damit, dass ein einziger Kuss das ganzes Leben verändert wird? Samantha jedenfalls nicht. Als sich ihr Schwarm Stephen auf einer Party tatsächlich für sie zu interessieren scheint und sie allen Ernstes fragt, ob er sie küssen darf, kann Sam ihr Glück kaum fassen. Das unterschwellige, schlechte Gefühl, das sich für einen kurzen Moment Alarm schlägt, ist da wirklich nur Nebensache.

Doch der Kuss verändert alles. Nach dieser Nacht ist Sam nicht mehr die Selbe. Nicht nur das ihr ständig kalt ist und sich auf einmal alle Jungs für sie zu interessieren scheinen…Nein, auch ein ständiger, unstillbarer Heißhunger macht sich in ihr breit.

Als sie eines Abends auf einen verwirrten Straßenjungen trifft, der ihr seltsam bekannt vorkommt und zu dem sie sich unglaublich hingezogen fühlt, ahnt sie noch nicht wie sehr sich ihr Leben in den nächsten Wochen verändern wird…Bishop, so stellt sich der seltsame Junge vor, hat nämlich eine ganz bestimmte Mission zu erfüllen – und dafür braucht er Sams Hilfe…

Der Schreibstil von Michelle Rowen ist flüssig und schnell zu lesen, sodass die Seiten nur so unter meinen Finger hinweg geflogen sind. Ihre Beschreibungen sind sehr detailreich, lassen aber gleichzeitig auch erkennen wie viel Schreibfreude dahintersteckt. Besonders gelungen sind in meinen Augen allerdings die Dialoge, in denen sich die Charaktere gegenseitig witzige, bissige und vor Sarkasmus triefende Bemerkungen nur so an den Kopf werfen. Doch auch Sam’s Gefühle, Gedanken und Entscheidungen kommen nicht zu kurz.


Dark Kiss war eher eine Zufallsentdeckung…Aus Neugier habe ich ein paar Meinungen dazu durchgelesen, sowie einen Blick auf den Klappentext geworfen…Und da die Idee hinter dem Ganzen so vollkommen neu klang, war ich total überzeugt diese Geschichte unbedingt lesen zu wollen. Ich lese wirklich viel Fantasy und ja es ist sicher kein neuer Gedanke Engel und Dämonen auf die Erde zu schicken, doch was Frau Rowen daraus gemacht hat ist einfach nur grandios. Sie hat mit den „Grays“ ein völlig neues Fantasy-Wesen erschaffen, das sich wunderbar in die dargestellte Welt einfügt und für keinen Moment auf irgendeine Weise unglaubhaft herüberkommt.

Allerdings muss ich sagen, dass mir der Einstieg in die Geschichte etwas schwer gefallen ist, Ohne große Einführung, man lernt kurz die Protagonistin Samantha (Sam) und ihre beste Freundin Carly kennen, kommt es schon zu dem Moment, der Sam’s Leben von einem auf den nächsten Moment komplett verändern wird. Das hat mich wirklich überrascht und zugegebenermaßen auch ein wenig überrumpelt. Es hat sich ein wenig so angefühlt als ob ich ohne Vorwarnung in ein tiefes Loch geschubst werden würde. Ich weiß nicht wieso mir das gerade bei diesem Buch so extrem aufgefallen ist, da mich so was eigentlich nie stört. Komisch!

Jedenfalls brauchte ich eine gewisse Zeit bis ich mit der Story und der Protagonistin warm geworden bin. (Vielleicht hätte die Autorin nicht so oft erwähnen sollen, dass Samantha etwas ganz besonderes ist!) Als diese Hürde jedoch überwunden war, konnte mich das Buch vollkommen für sich einnehmen. Es hat einfach nur wahnsinnig Spaß gemacht Sam zu begleiten, mitzuerleben welche Überraschungen und neue Erkenntnisse sich für sie ergeben. Außerdem habe ich stets gerätselt welchen Weg die Geschichte nun als nächstes einschlagen wird.

Die Protagonisten waren mir sofort sympathisch. Vor allem Samantha mit ihrer taffen und sarkastischen Art, konnte ich einfach nur lieben. Darüber hinaus weiß sie ganz genau was sie will und hat kein Problem damit ihren Kopf durchzusetzen.

Bishop, ein Engel mit kobaltblauen Augen, ist sehr geheimnisvoll (bleibt das auch bis zum Schluss). Er verfolgt eine ganz bestimmte Mission, die jedoch nicht so abläuft wie er sich das im Vorfeld gedacht hatte…

Und nicht zu vergessen sein dämonisches Gegenstück: Kraven. Ich muss ja gestehen, dass er es mir ziemlich angetan hat. Bereits nach wenigen Seiten waren er und seine sarkastische Art für mich schlichtweg unverzichtbar. Kraven bringt so viel Wortwitz ins Spiel, dass ich stellenweise aus dem Grinsen nicht mehr herausgekommen bin.

Kraven lehnte an der Mauer und hatte die Arme vor der Brust verschränkt. Er grinste. „Siehst du Kumpel! Ich wusste einfach, du würdest sie überzeugen, uns zu helfen.“
„Wir sind auf der Suche nach den anderen.“
„Aber natürlich. Ab und zu ein kleines Päuschen, um einander besser kennenzulernen, was?“


Himmel oder Hölle, gut oder böse...ja darüber war ich mir im Verlauf der Geschichte irgendwann selbst nicht mehr im Klaren. Zu Beginn war ich mir ziemlich sicher, wo ich die Grenzen zu ziehen hatte, doch Frau Rowen bot mir recht bald schon viel zu viele Möglichkeiten, sodass mein Durchblick etwas verloren ging. Das ist allerdings kein Nachteil, sondern ein toller Pluspunkt. Oftmals ahne ich beim Lesen voraus, wie sich dieses oder jenes entwickeln wird oder welche Wendungen es geben wird. Hier in Dark Kiss tappte ich komplett im Dunkeln, wodurch die Geschichte für mich konsequent spannend blieb.

Auf den letzten 10-20 Seiten zieht die Spannung dann noch einmal richtig an, sodass ich förmlich durch die Seiten flog, bis es zum alles entscheidenden Showdown kam, der für meinen Geschmack viel zu früh endete.


Nach dem eher holprigen Start konnte mich Michelle Rowen mit ihrer wunderbare Grundidee und ihrer unverkennbaren Liebe zum Detail restlos überzeugen. Die sarkastische Art, die Schlagfertigkeit und die witzigen Wortgefechte zwischen ihren Charakteren haben mich mehr als einmal schmunzeln lassen. Doch auch die Spannung ist in „Dark Kiss“ nicht außen vor zu lassen. Konnte ich bei manchen Geschichten bereits vorahnen, wie sich das ganze entwickeln wird oder welche Wendungen eintreten werden, so tappte ich hier komplett im Dunkeln. Mir blieb nichts anderes übrig als immer weiter zu lesen und den Dingen auf den Grund zu gehen. Ein absolutes Muss für alle Fantasy-Fans!



Michelle Rowens Name steht für erfolgreiche paranormale Romances, Urban Fantasy und All Age Fantasy. 2007 erhielt sie das Holt Medallion für den besten Debütroman des Jahres, 2009 zeichnete die Jury der Romantic Times die Vampirromane der Bestsellerautorin aus. Michelle Rowen lebt in Ontario, Kanada. [Quelle: Verlagshomepage Mira Verlag]