Samstag, 31. August 2013

Neuzugänge Teil 1

Huhu ihr Lieben :)

ich möchte euch heute mal wieder ein paar Neuzugänge zeigen... In den letzten 2 Wochen hat sich wieder einiges bei mir angesammelt, sodass ich dazu noch einen weiteren Post veröffentlichen werde. Eigentlich wollte ich meinen SUB nicht weiter vergrößern, aber ich habe letzens ein wenig ausgemistet um Platz für Neues zu schaffen, dass ich bei den vielen tollen Büchern nicht "Nein" sagen konnte :D Vielleicht sollte ich mir mal ein Kaufverbot erteilen, obwohl...wie ich mich kenne würde ich es sowieso nicht lange einhalten.

 

Meine erste kleine arvelle Bestellung (mit der ich total zufrieden bin!) 

Die Beschenkte habe ich zum ersten Mal vor anderhalb Jahren gelesen, aber ich weiß noch, dass ich damals total begeistert von der Story war. Leider hatte ich es mir nur ausgeliehen gehabt und ihr wisst ja wie es mit Büchereibüchern aussieht: Bestimmte Bücher sind schwer in die Hände zu bekommen. Da ich die Geschichte um Katsa gerne noch einmal lesen würde, habe ich es mir kurzerhand gekauft. Freu mich schon darauf^^ Wolfszeit und Totenbraut von Nina Blazon wollte ich auch unbedingt haben, da ich bereits sehr viel Gutes darüber gehört und mir die Leseproben gut gefallen haben. 


Throne of Glass -Erwählt habe ich bei der Bloggeraktion von dtv gewonne. Darüber habe ich mich wirklich richtig doll gefreut! Ein herzliches Dankeschön an den Verlag :) Das Buch ist auch schon gelesen und die Rezi bereits getippt.

Die Geschichte von Zoe und Will ist ebenfalls ein Rezensionsexemplar, über das ich mich sogar noch ein bisschen mehr gefreut habe, da ich so gespannt auf die Geschichte der beiden bin. Ich habe es nur durch Zufall beim Durchblättern der Verlagsvorschau entdeckt, war aber von der Kurzbeschreibung sofort Feuer und Flamme. Wird ganz ganz bald gelesen :) 



Hier hätten wir nun die drei "Übeltäter", die mir diesen Monat am meisten Geld aus der Tasche gezogen haben^^ Ja ihr seht richtig: Auch mich hat das "Game of Thrones" - Fieber bzw. die Sucht gepackt. Lange habe ich mich nicht an diese Reihe herangetraut, aber nach Band 1, den ich über alles liebe, MUSSTE Band 2 ganz schnell bei mir einziehen. Kurz darauf folgte Band 3, der meine aktuelle Lektüre ist, und natürlich Band 4 damit es nahtlos weitergehen wird. Ich glaube, dass ist schon fast zu einer Sucht ausgeartet, aber ich kann einfach nichts dagegen machen. Die ganzen Charaktere sind mir ziemlich ans Herz gewachsen, sodass ich mich bei jedem Aufschlagen wie zu Hause fühle ;) 

So das war der erste Teil...Morgen oder übermorgen folgt der zweite :)


Kennt ihr eins der Bücher bzw. habt ihr schon eins davon gelesen?

Liebe Grüße

Donnerstag, 29. August 2013

(Rezension) "Der Geschmack von Sommerregen" von Julie Leuze

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Sophie ahnt nicht, dass ein halbes Lächeln alles auf den Kopf stellen wird. Dass ein einziger Blick aus schokoladenbraunen Augen ausreichen wird, um ihre Welt in Funken sprühendes Himmelblau zu tauchen. Dass ein einziger Kuss ihr den Mut verleihen wird, dem Familiengeheimnis auf den Grund zu gehen, das ihr Leben bis jetzt bestimmt hat. Mattis ahnt nicht, dass Sophie ihm entlocken wird, was er vor allen anderen verbirgt. Dass er sich mit ihr so sicher fühlen wird wie noch mit niemandem zuvor. Beide ahnen nicht, dass ihre Liebe sie über sich selbst hinauswachsen lassen wird.

(Quelle: Egmont INK)

Julie Leuze schreibt wunderbar leicht, ja fast poetisch. Besonders gut ist es ihr gelungen mir Sophies „inneren Monitor“ vor Augen zu führen und das Farbenspiel in ihrer Wahrnehmung richtig toll in die Geschichte einzubinden. Das Thema der Synästhesie hat mich dadurch sehr angesprochen. Gleichzeitig hat es mich auch neugierig gemacht, sodass ich nach Beenden noch ein wenig darüber recherchiert habe.


Als ich dieses Buch mit diesem wunderschönen Cover Anfang des Jahres in einer Neuerscheinungsvorschau gesehen habe, ist es sofort auf meine Wunschliste gewandert. „Eine einfache Liebesgeschichte wird es wohl sein“, war mein Gedanke als ich den Klappentext überflogen habe. „Nicht mehr aber auch nicht weniger.“

Wie sehr ich mich mit dieser Einschätzung getäuscht habe, wurde mir erst mit dem Auftauchen der ersten begeisterten Rezis klar. Und auch beim Lesen habe ich recht schnell gemerkt, dass es in „Der Geschmack von Sommerregen“ um weitaus mehr geht als eine simple Teenagerliebelei. Die Geschichte ist viel tiefgründiger und sensibler.

Sophie nimmt Gefühle und Emotionen anders als ihre Mitmenschen wahr. Freude getaucht in Zitronengelb, verliebtes Gold, ein hoffnungsvolles Elfenbeinweiß, giftig grüne Eifersucht, Weinrot als Zeichen für Glück. Würde es allerdings nach ihren Eltern gehen, sollte sie keinen Gedanken daran verschwenden, sondern die Farben unterdrücken und bloß niemandem davon erzählen. Sophie steckt in einem Zwiespalt. Auf der einen Seite möchte sie die Farbe nicht leugnen, gehören sie schließlich zu ihr und sind ein Teil ihres Lebens. Außerdem möchte sie der Sache gerne auf den Grund gehen und wissen warum ihre Eltern so ein Theater machen und sich so vehement über ihre Großmutter Anne ausschweigen. Auf der anderen Seite ist Sophie auch verängstigt, da sie glaubt als verrückt abgestempelt zu werden, wenn sie ein Wort über ihre Farben verliert. Also schweigt sie lieber.

Sophie war mir gleich sympathisch und ich konnte mich auf anhieb mit ihr identifizieren. Sie ist eher das schüchterne, unscheinbare, zurückhaltende Mauerblümchen. Als der attraktive Neue in ihr Leben tritt, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn, obwohl sie sich bewusst ist, dass sie keine Chance bei ihm haben wird. Umso überraschter ist sie, als Mattis doch Interesse an ihr zu haben scheint…

Mattis…wie soll ich ihn beschreiben, ohne mit dem Schwärmen anzufangen. Er ist um es kurz zu halten einfach zu schön um wahr zu sein. Hach ja, beim Lesen habe ich mich auch ein wenig in ihn verliebt ♥ Lieb, nett, verständnisvoll, sensibel…sind nur ein paar Adjektive die auf ihn zu treffen. Mattis würde alles für Sophie tun und er tut es auch. Darüberhinaus hilft er ihr selbstbewusster zu werden, sodass aus dem unscheinbaren Mädchen eine mutige junge Frau wird.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich langsam und wird von Frau Leuze sehr einfühlsam erzählt, sodass es einfach nur schön zu beobachten ist wie Mattis und Sophie ihre Gefühle füreinander entdecken. Gleichzeitig bekommt der Leser Sophie’s schlechtes Gewissen und ihre Zweifel mit. Soll sie Mattis von ihrem Farbensehen erzählen? Auf Lügen und Geheimnisse lässt sich schließlich keine Beziehung aufbauen. Aber verlieren möchte sie ihn auch nicht.

„Liebe ohne Vertrauen ist zum Scheitern verurteilt. (…) Wie soll ich das schaffen, vertrauen, wenn ich nie gelernt habe, wie es geht?“ (S.218)

Sophie lernt, dass es nichts bringt Probleme, Geheimnisse etc. zu verdrängen und zu verschweigen nur um möglichen Ärger, Unverständnis und Ablehnung zu vermeiden. Dadurch wird es nämlich nicht besser…Im Gegenteil! Weglaufen scheint im ersten Moment die einfachste Lösung zu sein, aber irgendwann holt ein alles wieder ein – so sehr man sich auch dagegen sträubt. Man muss sich seinen Ängsten stellen, die Wahrheit akzeptieren.

„Solange ich denken kann, habe ich meinen Eltern nach dem Mund geredet, habe ihnen gesagt, was sie hören wollten, und alles war gut. Doch wenn der Druck zu stark wurde und ich von dem angefangen habe, was mich wirklich beschäftigt –die Farben, meine Unsicherheit, mein falsches Leben, in dem keiner ahnt, wer oder wie ich wirklich bin -, dann haben meine Eltern abgeblockt. Immer.“ (S.40)

Sehr überrascht hat mich wie weit die Autorin die Themen Liebe und Sex einbindet. In einem Jugendbuch sind ausführlichere Liebesszenen sonst eher weniger aufzufinden. Mir hat das wirklich gut gefallen, vor allem da sie es auf so eine feinfühlige Art darstellt, dass es zu keine Punkt irgendwie unpassend oder obszön wirkt.


Julie Leuze hat es geschafft, dass ich, nachdem ich die ersten Zeilen gelesen hatte, sicher war ein 5-Sterne-Buch in den Händen zu halten. Der Geschmack von Sommerregen erzählt eine einfühlsame Liebesgeschichte mit sehr viel Tiefgang und wunderbaren Charakteren, die mir ans Herz gewachsen sind. Einmal begonnen konnte und wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Sophie und Mattis Geschichte hat mir wunderschöne Lesestunden bereitet. Es war einfach nur perfekt! Ich habe definitiv ein neues Lieblingsbuch gefunden ♥ 
 






Julie Leuze wurde 1974 in Wiesbaden geboren. Als Kind lernte sie das bayerische Landleben kennen, als Jugendliche München und als Abiturientin Mr Right. Sie studierte in Konstanz (viel See, wenig Stress), bekam drei Kinder (viel Liebe, wenig Schlaf) und arbeitete als Journalistin (viel Lokalkultur, wenig Skandalöses). Seit sie zeitgleich ihre Hochsensibilität und ihre Leidenschaft fürs Romanschreiben entdeckte, verfasst sie mit großer Begeisterung Bücher für Erwachsene und Jugendliche. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Stuttgart. [Quelle: Verlagshomepage Egmont INK]





Mittwoch, 28. August 2013

*Libressio* Von Orks, Elben und Gollums


Hallo ihr Lieben,

Lurchis Aktion "Mein Buchgeständnis" geh mittlerweile in die vierte Runde und bisher habe ich die Beiträge dazu nur als stille Leserin verfolgt, doch dieses Mal wird sich das ändern. Hier also mein Senf zum Thema:

MIT DIESEM BESTSELLER KONNTE ICH NICHTS ANFANGEN! 

Alle, die die Bücher schon gelesen und die Filme gesehen haben, werden jetzt sicher Bescheid wissen. Meine Überschrift weißt schließlich förmlich daraufhin...Ich traue es mich fast gar nicht zu sagen, da ich damit ganz sicher einige geschockte Blicke auf mich ziehen werde:

Ich meine tatsächlich "Der Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien. Bestseller hin oder her und das ganze "Aus-der-Fantasywelt-nicht-mehr-weg-zu-denken"-Gerede, ich kann mit dieser Welt - Mittelerde heißt sie doch, oder? - und seinen Wesen (Orks, Elben, Gollums, Hobbits) absolut nichts anfangen. Ich habe es wirklich versucht, ehrlich, aber es ging einfach nicht. Mein Cousin ist von den Büchern total begeistert und hat mir mehrmals gesagt, dass ich sie unbedingt lesen muss, doch dazu aufraffen konnte ich mich bis heute nicht. Gut, dachte ich mir, dann eben die Filme...*kofpschüttel* Leider nicht meins! Zu langweilig...


So und nachdem ihr nun Meinung gehört habt, bin ich jetzt natürlich auf eure gespannt :) Für welchen Bestseller habt ihr nur einen verständnislosen Blick übrig?

Dienstag, 27. August 2013

(Rezension) "Das verbotene Eden: Magda und Ben" von Thomas Thiemeyer

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Köln im Jahr 2015: Magda und Ben sind das Traumpaar schlechthin und könnten im Moment kaum glücklicher sein. Alles scheint perfekt, bis denn beiden Gerüchte über ein gefährliches Virus zu Ohren kommen, sowie die ersten Krankheitsfälle in Tschechien und wenig später auch in Deutschland aufkommen. Eine Epidemie droht der Menschheit! Doch zum Glück hat ein Pharmaunternehmen bereits größere Mengen eines wirksamen Impfstoffes produziert, sodass auf der Stelle gehandelt werden kann.

Magda und Ben stehen diesem Impfstoff sehr skeptisch gegenüber, hat nicht zuletzt Bens Vater, ein renommierter Arzt, sie eindringlich vor der Impfung gewarnt. Nachdem sich das Virus jedoch weiter ausbreitet und immer näher rückt, lassen sich die zwei schließlich doch impfen. Sicher ist sicher! Zwei Wochen später scheint das schlimmste überstanden zu sein. Allerdings kommen jetzt gewisse Nebenwirkungen ans Licht, die das Leben aller nachhaltig verändern wird…

Wie auch schon im ersten und zweiten Teil lässt sich Thomas Thiemeyers Schreibstil sehr angenehm und flüssig lesen. Ich mag seinen Erzählstil wirklich unheimlich gerne! Man kann sich, die von ihm beschriebene Umgebung wunderbar vorstellen und fühlt sich mitten drin im Geschehen. Am besten hat mir dieses Mal jedoch die Zeitsprünge gefallen und das regelmäßige Wechseln der Erzählperspektive gefallen. Überwiegend natürlich Gwen und Logan, Magda und Ben, aber es gibt ab und zu auch Kapitel, aus der Sicht von Logans Vater Gunnar oder seinem kleinen Bruder Dachs, dem Inquisitor etc., was die Handlung abwechslungsreich gestaltet, die Spannung stets aufrecht hält und einem das Gefühl gibt, das Buch bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Gleichzeitig kann man sich sehr gut in die einzelnen Personen hineinversetzen und ihren Standpunkt der Dinge erfahren.


Wie lange haben ich auf das Finale von Thomas Thiemeyers „Eden-Trilogie“ gewartet…Nach Beenden des zweiten Bandes (und wer den gelesen hat, weiß was für ein mieser Cliffhanger zum Schluss wartet) konnte ich es kaum mehr aushalten. Ich musste einfach wissen wie es mit Logan und Gwen, ja mit der ganzen Feindschaft zwischen Mann und Frau weitergehen wird. Werden die beiden Geschlechter die Kurve kriegen und in Zukunft friedlich miteinander im Einklang leben oder ist die Welt dem Untergang nahe? Fragen über Fragen, die sich hoffentlich während des Lesens klären lassen…

Der Einstieg in die Geschichte ist mir total leicht gefallen. Obwohl Band 2 schon etwas zurückliegt war ich sofort wieder mittendrin. Dank des düsteren Prologs aus Mordras Perspektive konnte ich schnell die wichtigsten vergangenen Ereignisse Review passieren lassen, sodass sie in meinem Gedächtnis wieder allgegenwärtig waren. Danach, in Teil 1 machen wir einen Zeitsprung ins Jahr 2015, die Zeit kurz bevor das Virus ausbrach und Männer und Frauen zu erbitterten Feinden wurden. Im gleichen Zuge trifft man auf Magda und Ben, deren ältere Versionen uns bereits in den Vorgängern begegnet sind. Hier jedenfalls lernen wir die beiden von einer ganz anderen Seite kennen.

Magda ist ein junges, lebensfrohes Mädchen, das nie ohne ihr Iphone anzutreffen ist. Sie interessiert sich sehr für Klamotten und führt darüber hinaus ihren eigenen Blog auf dem sie Beiträge veröffentlicht und sich über Gott und die Welt auslässt. Das mag vielleicht im ersten Moment ziemlich oberflächlich klingen, doch trotz allem ist sie sehr bodenständig und jobbt regelmäßig im Krankenhaus.

Bens Leidenschaft hingegen gehört voll und ganz dem Sport. Vor allem Ritterspiele haben es ihm angetan, weshalb er seine Wochenenden gerne einmal auf mittelalterlichen Festen verbringt. Er genießt sein Leben und sieht der Zukunft eher gelassen entgegen :)

Auf den ersten Blick ein ungleiches Paar, oder? Allerdings lieben sich die beiden sehr und führen eine glückliche Beziehung. Von ihren Freunden und Klassenkameraden werden sie sogar schon als ein „altes Ehepaar“ belächelt, weil sie ihre gesamte freie Zeit miteinander verbringen. Doch über das junge Glück legt sich ein Schatten, als in den Nachrichten immer mehr von einer Grippeepedemie gesprochen wird und das man sich unbedingt dagegen impfen lassen soll. Was diese Impfung für Folgen herbeiführen wird, ahnen die Leute bis dahin allerdings noch nicht.

Diese Rückblende hat mir sehr gut gefallen, weil sie gezeigt hat, wie es überhaupt zu dem gekommen ist, was 65 Jahre später als normaler Alltag zu bezeichnen ist. Gleichzeitig fand ich diese Szenarien auch ziemlich erschreckend, da sie absolut glaubhaft dargestellt wurden und ich mir durchaus vorstellen kann, dass so etwas tatsächlich in Wirklichkeit passieren könnte.

In Teil 2 machen wir wieder einen kleinen Zeitsprung, dieses Mal ins Jahr 2080. Die Armee der Frauen rückt immer weiter in die alte Stadt vor, wo sie von den Männern, allen voran vom Inquisitor, bereits erwartet werden. Ein Kampf zwischen den Geschlechtern scheint kaum mehr zu verhindern. Natürlich treffen wir hier auch wieder viele altbekannte Charaktere, so z.B. Gwen, die sich den Briganntinnen angeschlossen hat um ihren Logan wiederzufinden. Aber auch Magda, die obere Heilerin trifft man im Lager der Frauen, wo sie völlig unerwartet Ben begegnet.

Der Spannungsniveau nimmt mit jeder Seite, mit jedem Vorrücken der Frauen zu. Gleichzeitig nimmt auch die Aggressivität, die Brutalität und der grausame Entschluss zu kämpfen immer weiter zu. Keine der beiden Seiten denkt nur im leisesten daran aufzugeben, besonders nicht die beiden Anführer Edana und der Inquisitor. Nach ihrer Meinung kann es nur einen Sieger geben, nur einen der die Macht ausübt und über die anderen herrscht. Von diesem Punkt an ließ ich mich in einem Sog ziehen, ließ mich treiben, las wie gefesselt weiter und weiter, schockiert von den barbarischen Zuständen und der Zahl der vielen unnötigen Opfern.

Das Finale war ein einzigartiger Showdown, der nur so aus Action und Spannung bestand und mir einiges an Herzklopfen bescherte. Im letzten Moment, als ich dachte es sei schon zu spät, trumpfte Herr Thiemeyer noch mit einer überraschenden Wendung auf, die mich schlichtweg nur begeistern konnte.


Was mit David & Juna anfing und mit Logan & Gwen weiterging, wurde nun von Thomas Thiemeyer zu meiner vollen Zufriedenheit abgeschlossen. „Das verbotene Eden-Magda und Ben“ ist ein fulminanter Abschluss einer großartigen Trilogie, der vor Spannung, Action und Emotionen nur so sprüht. Darüberhinaus gibt es ein Wiedersehen mit vielen liebgewonnen, aber auch verhassten Charakteren, deren Geschichten bzw. Schicksale mich gleichermaßen fesseln konnten. Das wichtigste jedoch: Meine Fragen rund um das Virus und den Ursprung der Feindschaft zwischen Männer und Frauen wurden zu genüge beantwortet. Alles in allem ist "Das verbotene Eden" eine der besten Reihen, die ich jemals gelesen habe, was vor allem dieser genialen Grundidee zu verdanken ist.





Thomas Thiemeyer, geboren 1963, studierte Geografie und Geologie in Köln und arbeitete zunächst als Illustrator. Später widmete er sich mehr und mehr dem Schreiben. 2004 erschien bei Knaur mit großem Erfolg sein Debütroman "Medusa". Weitere Thriller und Jugendbücher folgten. Seine Werke wurden zu Bestsellern und in 12 Sprachen übersetzt. Der Autor lebt und arbeitet in Stuttgart. [Quelle: amazon.de]











Sonntag, 25. August 2013

(Rezension) "Wo die Liebe tötet" von Jennifer Shaw Wolf

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Leseprobe

Die Nacht des Sommerballs, in der ihr Freund Trip gestorben ist, ist komplett aus Allies Gedächtnis verschwunden. Alles, was ihr an Erinnerung an dieses schreckliche Ereignis geblieben ist, sind die Narben und das nagende Gefühl der Schuld. Was wenn der Unfall vielleicht gar keiner gewesen ist? Was wenn sie etwas damit zu tun hat?

Als die Polizei die Ermittlungen wieder aufnimmt, wird Allie plötzlich zur Hauptverdächtigen. Und bald schon vermischen sich Allies Erinnerungen mit dem dunklen Geheimnis um Trip, das sie zu lange verborgen gehalten hat...

(Quelle: Kosmos Verlag)

Der Schreibstil von Frau Wolf lässt sich sehr flüssig lesen. Er ist zwar einfach gehalten, aber dennoch mitreißend. Hier und da gab es ein paar Wiederholungen, über die ich jedoch gerne hinweg sehen konnte. Ihr ist es jedenfalls gelungen ein konstantes Spannungslevel und eine gefährliche Atmosphäre auszubauen. Aber auch die Gefühle von Allie konnte ich wunderbar nachvollziehen. Angst, Schuld…waren so greifbar, dass ich sie fast selbst gespürt habe. 


An die Nacht, in der ihr Freund Trip gestorben ist, hat Allie keine Erinnerung. Ihr Gedächtnis scheint wie ausgelöscht. Kein Wunder, dass sie die Frage nach dem „Was passiert ist“ einfach nicht mehr loslässt. Genauso wie die Frage, warum sie sich nicht mehr erinnern kann. Meine Neugier war damit sofort geweckt. Ich wollte unbedingt die Wahrheit wissen, sodass ich mich auf die Suche nach den Antworten machte.

Die Geschichte beginnt zunächst eher gemächlich. Man lernt Allie und ihre Familie kennen und bekommt einen kurzen Überblick über das Geschehene. Die Stimmung war jedoch gleich sehr bedrückend, was ich Allies Trauer zu schrieb. Schließlich hat sie diesen Trip geliebt und es ist nie leicht einen Menschen zu verlieren, den man liebt. Recht bald musste ich allerdings erkennen, dass irgendetwas nicht stimmt. In den kleinen Erinnerungsfetzen blitzte ein völlig anderes Bild von Allie und Trips Beziehung durch. Nach und nach verstärkt sich dieser Eindruck bzw. meine Vermutung. Die Fassade beginnt zu bröckeln und ich gewann immer mehr an Beweisen hinzu, die sich zuletzt wie ein Puzzle zusammensetzen ließen.

Allie habe ich als ein sehr ruhiges, unsicheres Mädchen kennengelernt, das sich lieber zweimal überlegt, ob sie das aussprechen möchte was sie denkt. In der Schule ist sie eine klassische Außenseiterin, die außer ihrem Sandkastenfreund Balke keine Freunde hat. Durch ihren Vater, der als Soldat bei der Army diente, musste ihre Familie öfters umziehen und waren nie lange an einem Ort. In Pacific Cliffs haben sie sich schließlich niedergelassen. Trip Philipps hat sie während eines Aufenthalts in den Sommerferien kennengelernt und sich in ihn verliebt. Er hat sich auch in sie verliebt und dafür seine Freundin Hannah verlassen, die Allie seitdem über alles hasst. Auch für dessen Tod macht sie Allie verantwortlich. Dabei gibt diese sich schon automatisch selbst die Schuld dafür. Gleichzeitig verbirgt sie sein Geheimnis, die Wahrheit über Trip, vor allen anderen. Zum einen um sein Ansehen nicht zu beschmutzen und zum anderen aus Angst, da sie sicher ist, dass ihr eh keiner glauben wird.

Andrew, Allies Zwillingsbruder ist behindert und sitzt im Rollstuhl. Davon lässt er sich jedoch nicht runterziehen. Er ist ein lebenslustiger, froher Junge, der alles für seine Schwester tun würde. Von seiner Familie wird er immer ein wenig unterschätzt z.B. bei Problemen wird er außen vor gelassen oder bevormundet. Ich denke jedoch, dass er viel mehr mitbekommt als alle andere denken. Schließlich ist er, wie er selbst so schön sagt, kein Baby mehr. Ich glaube auch, dass er einiges weiß, was zwischen Allie und Trip abgelaufen ist, nur nicht in der Lage bzw. nicht stark genug war ihr zu helfen. Ich mochte Andrew wirklich richtig gerne :)

Blake, Allies bester und einziger Freund, stand ich zu Anfang noch ein bisschen misstrauisch gegenüber, da ich nicht genau wusste, was ich von ihm halten soll. Im Verlauf spielt er aber eine ganz entscheidende Rolle. Er versucht Allie aufzumuntern, indem er verschiedene Sachen mit ihr unternimmt, sie auffordert etwas Neues auszuprobieren. In Pacific Cliffs ist er den meisten Bewohnern jedoch ein Dorn im Auge, da er vorbestraft ist. Überall ist Blake missbilligenden Blicken und Getuschel ausgesetzt. Niemand gibt ihm so wirklich eine Chance. Das hat mich an dieser Stadt ganz gewaltig gestört. Jeder meint irgendwelche Sachen über den oder den zu wissen und diese willkürlich unter die Leute streuen zu müssen, dabei hat Keiner richtig Ahnung.

Von der ersten Seite an wird Spannung aufgebaut, die sich konstant hält. Als Leser möchte man natürlich wissen wie es zu diesem Unfall kam. Gleichzeitig steht noch die Frage im Raum, ob es überhaupt ein Unfall war. Stellenweise wird die Spannung weiter angekurbelt durch geheimnisvolle und zugleich bedrohliche Botschaften, die in Allies Spind auftauchen. Zum Ende hin wird es immer aufregender. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, sondern immer weiterlesen.


„Wo die Liebe tötet“ ist eine spannende Geschichte, die mit einer guten Portion Nervenkitzel ausgestattet ist. Gleichzeitig schildert sie Allie’s Zwiespalt zwischen Angst und Ungewissheit so realistisch und glaubhaft, dass ich ihn absolut nachvollziehen konnte. Verstärkt wird das Ganze noch durch einen fesselnden Schreibstil. Darüberhinaus versteht es Frau Shaw ganz geschickt die Neugier ihrer Leser ins Unerträgliche zu steigern. Nach und nach wirft sie kleine Hinweise ein, auf die man sich allein keinen Reim machen kann.
 








Jennifer Shaw Wolf lebt in Lacey, Washington. Nach dem Studium der Medienwissenschaft widmet sie sich nun ganz dem Schreiben. [Quelle: Verlagshomepage Kosmos Verlag]



Freitag, 23. August 2013

(Rezension) "Rush of Love - Erlöst" von Abbi Glines

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Fast drei Wochen sind vergangen, seit Blaire Rosemary Beach und damit auch ihre große Liebe Rush hinter sich gelassen hat. Doch zurück in ihrer alten Heimat findet sie einfach nicht zur Ruhe. Im Gegenteil! Sie fühlt sich einsam und verlassen. Ihre heile Welt, alles, was sie für wahr hielt, war nie etwas anderes als eine riesengroße Lüge. Als Blaire dann noch erfährt, dass sie schwanger ist, ist ihre Verzweiflung komplett. Zum Glück kommt genau in dem Moment ihrer Freundin Bethy zu Besuch, die Blaire unbedingt zurück nach Rosemary Beach holen möchte.

Nun muss sich Blaire entscheiden: Möchte sie sich wirklich all dem aussetzen, was sie gerade versucht hat hinter sich zu lassen? Möchte sie Rush wirklich wiedersehen?


Abbi Glines Schreibstil lässt sich wie im Vorgänger leicht und flüssig lesen, sodass die Seiten förmlich an einem vorbeifliegen. Außerdem hat mir gut gefallen, dass die Geschichte nun aus abwechselnd Rush-und Blaires Perspektive erzählt wird. Gleich zu Beginn gab es zudem eine kleine Rückschau, durch die ich Rushs Beziehung zu Nan ein bisschen besser verstehen konnte. Auch gut fand ich das bestimmte Themen wie z.B. Vertrauen oder Vergeben von der Autorin angesprochen wurden.



Nach Beenden von „Rush of Love – Verführt“ wollte ich natürlich wissen, wie es mit Rush und Blaire weitergeht. Gut, dass ich den Nachfolger schon zu Hause hatte, sodass ich gleich weiterlesen konnte. Leider muss ich sagen, dass mir diese Fortsetzung nicht so gut gefallen hat.

Vor allem Blaire fand ich einfach nur furchtbar. Von dem selbstbewussten u
nd schlagfertigen Mädchen war nicht mehr viel übrig. In Band 1 konnte ich ihr Verhalten wenigstens noch ein bisschen nachvollziehen, aber nun ist sie einfach nur naiv, unsicher und voller Selbstzweifel. Dabei gibt es dazu in meinen Augen keinen Anlass, möchte doch die halbe Männerwelt, inklusive Rush (der wirklich alles für sie tun würde) ihr unter die Arme greifen. Aber nein, in Selbstmitleid zu baden ist natürlich schöner…Ich weiß nicht wie oft ich gelesen habe „Ich würde ihm ja gerne glauben, aber…“. Dazu denkt sie die ganze Zeit, dass sie Rush die Zukunft verbaut, nur ein Klotz an seinem Bein wäre und sowieso nie einen Platz in „seiner Welt“ haben würde. Schrecklich! Am liebsten hätte ich sie gepackt, geschüttelt und zu ihr gesagt „Mädel, komm mal klar. Was soll Rush bitte noch alles machen, bevor du endlich kapierst wie sehr er dich liebt.“

Apropos Rush…Er hat mir um einiges besser gefallen als Blaire, allerdings hat er auch einiges von seinem Charme eingebüßt. Von coolem Rockstar-Sohn und Bad Boy keine Spur. Ständig sorgt er sich um Blaire oder reagiert total über wenn sich nur ein anderes männliches Wesen in ihrer Umgebung aufhält. Selbst der schwule Kellner Jerry stellt plötzlich eine Gefahr dar. Ja und wenn er damit nicht beschäftigt ist, muss er sich mit der Frage herumschlagen, ob Blaire oder seine Schwester Nan -die übrigens der egoistischste und kindischste Mensch ist, den man sich vorstellen kann - bei ihm an erster Stelle stehen. Warum muss er sich eigentlich überhaupt entscheiden? Beide Damen sind wohl erwachsen genug, um sich miteinander zu arrangieren. Echt, die meiste Zeit kam ich mir vor wie im Kindergarten.

Ansonsten war die Geschichte nicht viel abwechslungsreicher. Viel Drama, Streit, Versöhnung und Sex...Die einzige die mich durch dieses Buch gerettet haben waren zum einen Bethy (Sie hat sich richtig toll entwickelt, genauso hatte ich es mir eigentlich für Blaire gewünscht) und Woods.


„Rush of Love – Erlöst“ konnte mich leider nur wenig begeistern. Die Geschichte bietet nichts neues, stattdessen reiht sich ein Drama an das andere. Dazu zwei Protagonisten, die sich alle bekannten Klischees bedienen und mir damit nur ein „Gähn“ entlocken konnten. Schade, ich hatte mir mehr versprochen :/ 
 


Abbi Glines, 1977 in Birmingham, Alabama, geboren, schrieb zahlreiche erfolgreiche Fantasy- und Jugendbücher, bevor ihr mit "Rush of Love" der internationale Durchbruch gelang. Ihre selbstverlegten Romane wurden in den USA allein durch Mundpropaganda ein riesiger Erfolg und eroberten die New-York-Times-Bestsellerliste. Abbi Glines lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Fairhope, Alabama.



 

 
 

(Freu ich mich schon darauf!!)