Samstag, 29. Juni 2013

Say 'Goodbye' to Google Reader

kleine Überarbeitung (eigentlich hatte ich nicht GFC, sondern den Google Reader gemeint^^)

Hallo ihr Lieben,

sicherlich wisst ihr schon selbst Bescheid oder habt es in der letzten Woche häufig bei anderen Bloggern gelesen: Ab dem 1. Juli wird es keinen Google Reader mehr geben. Falls ihr weiterhin über neue Blogeinträge von mir informiert werden wollt, dann bitte ich euch mir bzw. meinem Blog z.B. über bloglovin oder blogconnect zu folgen. 

Dankeschööön <3

Lg



Dienstag, 25. Juni 2013

(Rezension) "Türkisgrüner Winter" von Carina Bartsch

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt auf amazon 


Nachdem Emely und Elyas die Missverständnisse ihrer Vergangenheit aufklären konnten und sich beim gemeinsamen Zelten ein wenig näher gekommen sind, fahren Emelys Gefühle Achterbahn. In ihrem Kopf herrscht ein heilloses Chaos: Plötzlich sieht sie Elyas mit ganz anderen Augen und fragt sich, ob sie nicht doch etwas vorschnell über ihn geurteilt hat. Und dann wäre da auch noch Luca, ihr mysteriöser Emailschreiber. Seit knapp 2 Woche hat sie nichts mehr von ihm gehört. Warum meldet er sich nicht mehr bei ihr?

Auf einer Halloween Party beschließt Emely Elyas ihre Gefühle zu gestehen…Leider läuft es nicht ganz so wie geplant ab, denn Elyas macht es ihr nicht gerade leicht. Nach mehreren gescheiterten Versuchen gibt Emely schließlich enttäuscht auf und beginnt stattdessen sich zu betrinken. Doch das Schicksal scheint ein Einsehen zu haben und so ist es letzendlich niemand anders als Elyas, der sie nach Hause bringt. Nach diesem Abend verbringen die beiden immer mehr Zeit miteinander und kommen sich näher und näher. Eine Zeit lang scheint alles perfekt, bis Elyas Geheimnis zufällig ans Licht kommt und alles zerstört…

Nachdem ich den Kirschroter Sommer zu Ende gelesen habe, musste ich natürlich sofort weiterlesen, um zu erfahren wie es mit Emely und Elyas weitergeht. Türkisgrüner Winter setzt genau dort an, wo die Geschichte aufgehört hat. Ca. 2 Wochen sind seit dem gemeinsamen Zeltausflug vergangen und es herrscht komplette Funkstille zwischen Emely und Elyas, worüber Emely sichtlich verunsichert ist, da Elyas sonst immer von sich hören lässt– egal ob sie es möchte oder nicht. Schnell wird ihr klar, wie sehr sie ihn vermisst und das sie wohl mehr für ihn empfindet als sie sich eingestehen wollte. Also beschließt sie die Sache selbst in die Hand zu nehmen...

Wie ihr vielleicht vermutet, geht es genauso lustig und humorvoll weiter. Emelys Sarkasmus sprüht förmlich aus den Seiten, sodass ich aus dem schmunzeln fast nicht mehr heraus gekommen bin. Allerdings gibt es nicht nur amüsanten Stellen. Dieses Mal standen die Gefühle und die Emotionen im Vordergrund. Türkisgrüner Winter ist viel tiefgründiger als sein Vorgänger, sodass man als Leser noch mehr mit den beiden Protagonisten mitfühlt. Carina Bartsch fährt die ganze Bandbreite an Emotionen auf: Liebe, Zuneigung, aber auch Spannung, Dramatik…Es fehlt gelinde gesagt an nichts. Man erlebt in diesem Buch eine Achterbahn der Gefühle, mit allen seinen Höhen und Tiefen, die mich wirklich berührt haben. Zeitweise war ich so hin und hergerissen, dass ich nicht wusste ob ich jetzt zu Emely oder halten sollte.

Emely und Elyas…mhm was kann ich noch groß zu den beiden sagen, außer dass sie mir mit jeder Seite, mit jedem gelesenen Satz, mehr ans Herz wachsen. Die Liebe zwischen den beiden war von Anfang bis zum Ende spürbar. Es war so bezaubernd zu lesen wie die Gefühle zwischen den beiden wachsen. Ich hätte nicht gedacht, das Kirschroter Sommer getoppt werden könnte, doch es ist möglich^^

Groß verändert haben sich die beiden nicht. Emely ist weiterhin ein totaler Sturkopf, der sich einfach nicht aufraffen kann über seinen eigenen Schatten zu springen. Dabei hat sie zu Beginn selbst festgestellt, dass sie durch ihren Selbstschutz andere verletzt und ganz schön vor den Kopf stößt. In meinen Augen kein schlechter Ansatz, doch später ist sie leider wieder in ihr altes Muster verfallen. Und dieses Verhalten hat mich schon ein wenig gestört. Klar kann ich verstehen, wie sehr Elyas sie verletzt hat, aber sie hätte sich wenigstens anhören können, was er ihr zu sagen hat. Darauf hatte sie allerdings gar keine Lust und hat dicht gemacht. Keine Chance! Emely war schon ziemlich hart zu Elyas, dass man schon die Hoffnung aufgeben wollte. Mir tat es richtig weh, die beiden so leiden zu sehen. Dabei hätte mit einem einfachen Gespräch vieles einfacher sein können...

Elyas lernt man im Laufe der Geschichte mehr und mehr kennen, was ihn nur noch liebenswürdiger macht. Er ist einfach ein Traumtyp! An manchen Stellen hätte ich Emelys Namen am liebsten durchgestrichen und meinen stattdessen eingefügt^^

Ja und zum Schluss nicht zu vergessen Emelys beste Freundin Alex, die mir (sowie ihr Freund Sebastian) fast schon genauso ans Herz gewachsen sind. Solche Freunde kann sich jeder nur wünschen.

Etwas mehr Spannung als im Vorgängerbuch war auch vorhanden. Sie ist jetzt nicht mit der Spannung zu vergleichen, die man z.B. in Thrillern vorfindet, es handelt sich schließlich um eine Liebesgeschichte, aber es gab immer wieder Überraschungen und Wendungen, die ziemlich unvorbereitet kamen. Außerdem fiebert man natürlich mit Emely und Elyas mit und ist gespannt, ob die beiden wieder zusammen kommen oder nicht. Mit dem Ende bin ich sehr zufrieden, obwohl ich doch etwas traurig war, mich von zwei so liebgewonnen Protagonisten verabschieden zu müssen.  


Mit Türkisgrüner Winter konnte mich Carina Bartsch genauso begeistern wie mit Kirschroter Sommer – vielleicht sogar ein Stückchen mehr :) Von der ersten Seite an bin ich in Emelys und Elyas Welt abgetaucht und habe mit den beiden eine wahre Achterbahn der Gefühle erlebt. Ich habe mit den beiden mitgelitten, mitgehofft und mitgelacht, denn Emelys Sarkasmus durfte natürlich auch nicht fehlen! Ich wollte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Für mich eine besten Liebesgeschichten, die ich bisher gelesen habe. Also, wer Emely und Elyas noch nicht kennengelernt hat, sollte das ganz schnell nachholen^^






Carina Bartsch wurde 1985 im fränkischen Erlangen geboren und lebt in einem kleinen Dorf in der Nähe ihrer Geburtsstadt. Sie brach die Realschule, dann die Wirtschaftsschule und eine Lehre ab. Erst nach diversen Kleinjobs fand sie mit Anfang zwanzig ihre wahre Bestimmung: das Schreiben. Mit ersten Kurzgeschichten gewann sie mehrere Schreibwettbewerbe. Dann wagte sie sich 2011 an ihr Romandebüt, «Kirschroter Sommer», mit dem sie zur erfolgreichsten deutschen Liebesromanautorin im Netz wurde. Auch der Nachfolgeband «Türkisgrüner Winter» avancierte zum E-Book-Bestseller. [Quelle: Verlagshomepage rowohlt]



 
 



Sonntag, 23. Juni 2013

(Rezension) "Die zwei Leben der Alice Pendelbury" von Marc Levy

 
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Brighton, Dezember 1950. Die 40 Jährige Parfümerin Alice verbringt mit ihren Freunden einen wunderbaren Tag am Meer. Als sie aus Spaß eine Wahrsagerin besucht (obwohl sie eigentlich gar nichts davon hält), ahnt sie nicht, dass deren Worte ihr Leben für immer verändern werden: „Der Mann, der der wichtigste Mensch für dich sein wird, derjenige, den du seit jeher suchst, ist gerade hinter dir vorbeigegangen. Um ihn zu finden, wirst du sechs bestimmten Personen begegnen müssen. In dir stecken zwei Leben – das, das du bereits kennst, und das andere, das noch auf dich wartet …“

Für Alice ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Reise zu sich selbst und der großen Liebe.


Marc Levy’s Schreibstil hat mir wirklich total gut gefallen. Er ist locker, leicht und äußerst humorvoll, sodass man einfach nur Spaß am Lesen der Geschichte bekommt. Die Sprache ist den 50er Jahren entsprechend angepasst, d.h. in Gesprächen wurde sehr förmlich und höflich miteinander umgegangen. Auch Alice die sich sonst eher als direkt und impulsiv erwiesen hat. Doch trotz allem konnte man immer etwas Herzliches heraushören. Zu Beginn war das ein wenig ungewohnt, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase habe ich das allerdings fast gar nicht mehr gemerkt. Viel mehr ließ ich mich die vergangene Zeit entführen und vom Geschehen einnehmen.


„Ich glaubte nicht an das Schicksal und die kleinen Zeichen im Leben, die uns angeblich den Weg weisen. Ich glaubte nicht an Wahrsagerei oder Kartenlegerinnen, die einem die Zukunft voraussagen. Ich glaubte höchstens an einfache Koinzidenzen, an die Wahrheit des Zufalls“ (S.9)

Mit diesen schönen Worten aus Alice Mund lässt Marc Levy seine Geschichte beginnen. Alice ist gerade im Gespräch mit Rafael und versucht ihm zu erklären, warum sie und er im Moment zusammen sind, ja warum sie diese Reise überhaupt gemacht hat. Rafael möchte jedoch die ganze Geschichte von Anfang an hören, um alles besser verstehen zu können. Dabei ist von einem Geheimnis die Rede, was meine Neugier sofort erwachen ließ. Ganz gespannt, was im Laufe dieses Buches alles passieren wird und natürlich die Auflösung des Geheimnisses herausfinden, ließ ich mich treiben.

Die eigentliche Handlung beginnt bereits sehr humorvoll. Als Leser lernt man Alice kennen und bekommt einen Einblick in ihr Leben. Sie ist Parfümerin, wohnt in London und verbringt ihre Abende am liebsten in Gesellschaft ihrer Freunde Sam, Anton, Carol und Eddy. Dazu kommt noch ihr äußerst griesgrämiger Nachbar Mr. Daldry, mit dem es immer wieder zu kleinen Reibereien kommt. Allerdings wird er im weiteren Verlauf noch eine entscheidende Rolle spielen, durch die man ihn viel besser kennenlernt und in mitunter in sein Herz schließt. Wie sich vermuten lässt, dreht sich jedoch alles um Alice.

An einem Tag im Dezember beschließt sie mit ihren Freunden gemeinsam einen Ausflug ans Meer zu machen, woraufhin die fünf verbringen einen schönen und ereignisreichen Tag auf einem Jahrmarkt verbringen, zu dessen Abschluss sich Alice, trotz anfänglicher Zweifel und Skepsis auf den Besuch bei einer Wahrsagerin einlässt. Zu Beginn nur als Spaß gedacht (Wer glaubt schließlich so einen Hokuspokus?!) beschließt sich das Wagnis einzugehen und den Worten dieser Frau zu folgen.

Alice als Protagonistin war mir von der ersten Seite an wirklich sympathisch. Sie ist eine zielstrebige und ehrgeizige Frau, die ich für ihren Mut und Optimismus total bewundert habe. Gleichzeitig ist sie auch sehr geheimnisvoll. Während dem Lesen begleitete mich immer die Fragen: Woher kommt Alice? Es beginnt also gewissermaßen auch eine Suche nach ihren Wurzeln.

Die Geschichte selbst würde ich als einen Mix aus Liebesgeschichte und Spurensuche beschreiben, was sich nach Lesen des Klappentextes bereits erraten lässt. Doch ich muss sagen, dass die von mir erwartete Handlung doch ein wenig von dem abweicht, was ich letzendlich von Marc Levy bekommen habe. Ich dachte, dass mehr auf die Suche nach „dem Mann fürs Leben“ eingegangen werden würde. Bevor ihr mich falsch versteht: Das wurde selbstverständlich, keine Frage…nur rückte diese für meinen Geschmack teilweise zu sehr in den Hintergrund. Die meiste Zeit wird mehr auf die Suche nach Alice Vergangenheit Wert gelegt, welche sich als richtig abwechslungsreich herausstellte, da sie zu den verschiedensten Orten entführte. Dabei kamen immer mehr Informationen zusammen, die sich schlussendlich wie ein Puzzle fügten.

Wunderbar zu lesen und gleichzeitig halt einfach schade und ein wenig enttäuschend. Naja aber so ist das, wenn man sich alles etwas anders vorgestellt hat.

Noch ein paar Worte zur Spannung: Natürlich brilliert die Story nicht durch eine übertrieben ausgearbeiteten Spannungsbogen, aber das habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet und meiner Meinung nach geht es darum auch gar nicht. Es ist eine Geschichte, die sich um die Suche nach der großen Liebe und dem zweiten Leben von Alice dreht. Letzteres ist wirklich interessant und spannend zu verfolgen. Gerade da es in dessen Zusammenhang vielen schönen und berührenden Stellen gab.


„Die zwei Leben der Alice Pendelbury“ erzählt die schöne und berührende Geschichte einer Frau, die sich auf die Suche nach der großen Liebe, aber auch nach sich selbst befindet. Marc Levy hat es geschafft mich mit seinem wunderbaren Schreib-und Erzählstil mitzureißen und gleichzeitig auf eine Reise ins Jahr 1950 zu nehmen. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass der Schwerpunkt mehr auf der Suche nach Alice Vergangenheit gelegt wurde, als auf das, was der Klappentext erwarten ließ, nämlich die Suche nach der „großen Liebe“





Marc Levy ist 1961 in Frankreich geboren. Mit achtzehn Jahren engagiert er sich beim französischen Roten Kreuz, für das er sechs Jahre tätig ist. Gleichzeitig studiert er Informatik und Betriebswirtschaft an der Universität in Paris. Von 1983 bis 1989 lebte er in San Francisco, wo er sein erstes Unternehmen gründete. 1990 verließ er die Firma und eröffnete mit zwei Freunden ein Architektenbüro in Paris. Er entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino und schrieb mit siebenunddreißig Jahren seinen ersten Roman, Solange du da bist, der von Steven Spielberg verfilmt und auf Anhieb ein Welterfolg wurde. Seitdem wird Marc Levy in fünfundvierzig Sprachen übersetzt, und jeder Roman ist ein internationaler Bestseller. Marc Levy, der mit seiner Familie in New York lebt, ist mit 20.000.000 verkauften Büchern der erfolgreichste französische Autor weltweit. [Quelle: Verlagshomepage blanvalent Verlag]



Danke an: 

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Samstag, 22. Juni 2013

(Rezension) "Kirschroter Sommer" von Carina Bartsch

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Die erste große Liebe vergisst man nicht! Niemand weiß das besser als die 23-jährige Emely. Lange Zeit hatte sie mit ihren Gefühlen zu kämpfen - und auch wenn der Schmerz nach 7 Jahren noch nicht wirklich verwunden ist - ist sie sich trotzdem sicher darüber hinweg zu sein...Das dachte sie zumindest, bis ihre beste Freundin Alex nach Berlin zieht und sie genau dem Mann gegenübersteht, der ihr damals das Herz gebrochen hat: Elyas. Natürlich könnte sie ihre Begegnung einfach wieder vergessen, doch das ist gar nicht so leicht, denn Elyas ist leider auch der Bruder ihrer besten Freundin. Und da diese gerade bei ihm eingezogen ist, sind weitere „Treffen“ unvermeidbar. Dass es dabei immer wieder zu Auseinandersetzungen kommen wird, scheint vorprogrammiert, vor allem nachdem Elyas offensichtliches Interesse an Emely zu hegen scheint. Emely ist darüber mehr als genervt, gleichzeitig ist da aber auch dieses Kribbeln in ihrem Bauch, sobald sie in seiner Nähe ist. Höchste Zeit die Notbremse zu ziehen und seine Aufmerksamkeit anderen Dingen zuzuwenden. Zum Beispiel ihrem heimlichen Verehrer Luca, der ihr mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten die Zeit versüßt. Doch wer versteckt sich hinter dem geheimnisvollen Emailschreiber? Und welche Absichten verfolgt Elyas mit seinen Annäherungsversuchen?


Zu allererst kann ich nur sagen: Ich liebe Carina Bartsch Schreibstil! Er lässt sich locker leicht und flüssig lesen und ist dazu noch total lustig. (Versteh einer mal, warum zuerst kein einziger Verlag ihre Bücher herausbringen wollte). Außerdem schafft sie es eine wunderbare Atmosphäre zu schaffen. Ich bin total in die Geschichte abgetauscht und mir kam es so vor als würde ich alles hautnah miterleben. z.B. Hatte ich den Eindruck direkt in Elyas türkisgrüne Augen zu blicken. Am besten und was ihre Geschichte auszeichnet sind natürlich ihre Protagonisten, die unglaublich liebevoll gezeichnet sind.

Ich glaube kaum ein anderes Buch ist in den letzten Wochen soo gehypt worden, wie Kirschroter Sommer^^ Natürlich konnte ich mich diesem Begeisterungssturm nicht lange entziehen - dafür bin ich viel zu neugierig geworden – sodass ich einen Blick auf den Klappentext und in die Leseprobe geworfen habe. Tja und was soll ich sagen? Es war sofort um mich geschehen. Ich wusste gleich im ersten Moment: Dieses Buch MUSST du einfach lesen!! Und mein Gefühl hat mich mal wieder nicht im Stich gelassen, denn ich habe "Kirschroter Sommer" regelrecht verschlungen!

Auch wenn die Geschichte an sich eigentlich nicht sonderlich spannend war, besitzt das Buch trotzdem einen fesselnde Wirkung, der ich mich kaum entziehen konnte. Ich wollte einfach immer wissen, wie es nun mit Emely und Elyas weitergeht - ein kurzes Beiseitelegen war da schier unmöglich. Aber auch sonst hat mich das Buch vollkommen in seinen Bann gezogen, was vor allem an diesen wirklich tollen Charakteren lag <3

Emely war mir sofort sympathisch, da ich einiges von mir in ihr wieder erkannt habe. Am meisten hat mir jedoch ihr Humor gefallen. Ihre sarkastische Art ist einfach herrlich und total amüsant. Wie sie Elyas dauernd Gemeinheiten an den Kopf wirft und er darauf nicht eingeht *schmunzel* Okay, das ist sicher nicht jedermanns Humor und bestimmt kommen nicht alle mit dieser Art zurecht, aber ich fand es perfekt. Die Dialoge zwischen Emely und Elyas sind witzig, spritzig, schlagfertig und wunderbar mitzuverfolgen bzw. zu lesen. (Ein klares Aushängeschild für dieses Buch^^)

"Um deine unendliche Neugier zu befriedigen Hase, ich wollte nur Milch kaufen gehen. Darf ich?"
Arroganter, blöder, selbstgefälliger, dummer...
"Du kannst dir meinetwegen auch ´ne Kuh kaufen" zische ich.
"Hab ich auch schon überlegt, ist aber zu unpraktisch"


„Buh“, machte es plötzlich neben mir.
Ich schrie auf, sprang zur Seite und fasste mir ans Herz. „“Das ist nicht witzig, Elyas!“
Er lehnte an der Wand zum Badezimmer, seine Lippen formten ein einseitiges Lächeln. „Tut mir leid“, sagte er. „Ich wollte nur einmal erleben, dass dein Herz höher schlägt, wenn du mich siehst.“

(Seite 335) 


Diese und noch viele weitere Szenen haben mir viele wunderbare Momente ermöglicht in denen ich schallend lachen musste. Allerdings konnte ich Emelys Reaktion bzw. ihr Verhalten manchmal nicht ganz nachvollziehen. Außerdem fand ich einige ihrer „Scherze“ nicht ganz so angebracht.

*Spoiler* Anfangs ja, aber spätestens nachdem sich herausgestellt hat, was damals wirklich zwischen ihr und Elyas passiert ist und sich die beiden ausgesprochen haben, hätte sie sich ihm gegenüber anders verhalten können *Spoiler*

Doch auch wenn sie mich manchmal zur Weißglut getrieben hat, war sie absolut liebenswert und ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ihre Schlagfertigkeit ist nach meiner Ansicht nämlich eher ein Schutzmechanismus, hinter dem sie sich gerne mal versteckt. Die Emely hinter dieser „Fassade“ ist gar nicht so taff. Im Gegenteil! Eigentlich hat sie sogar eine richtig weiche und emotionale Seite.

Elyas fand ich anfangs ziemlich arrogant und selbstgefällig, doch bereits wenig später habe ich meine Meinung über ihn bereits geändert. Im Gegensatz zu Emely habe ich schnell gemerkt, dass er im Grunde eigentlich ein total netter, gefühlsvoller und sensibler Typ ist ♥ Von da an war er mir sooo sympathisch, dass ich öfters auf seiner als auf Emelys Seite stand. Ich weiß nicht, aber ich habe mich eher mit ihm verbunden gefühlt. Dazu muss ich sagen, dass ich mir stellenweise gewünscht habe an Emelys Stelle zu sein.

Ja und dann wäre da noch Alex, ihrerseits Elyas Schwester, die beste Freundin von Emely und zugleich der Auslöser wieso sich Emely und Elyas nach 7 Jahren wieder treffen. Ich mochte sie vom ersten Moment an. Sie ist total toll, besonders ihre quirlige und lebensfrohe Art finde ich klasse. Eigentlich sind sie und Emely total unterschiedlich, doch das ist vielleicht gerade das, was ihr Freundschaft ausmacht. Einerseits ärgern und nerven sie sich gegenseitig, andererseits wenn es darauf ankommt können sie aufeinander zählen

Die Handlung wird durch eine wahre Achterbahn der Gefühle geprägt. Doch sie ist auch mit einigen Rückblenden und Erinnerungen versehen, wodurch im Verlauf immer mehr von Emelys Inneren und ihrer Vergangenheit ans Licht kommt, sodass man als Leser Emelys Beweggründe und besonders ihren Hass auf Elyas viel besser nachvollziehen konnte.

Den Schluss fand ich ehrlich gesagt ein wenig fies, da man als Leser natürlich weiß wie es wahrscheinlich weitergehen wird, aber nichts tun kann um Emely zu warnen. Zum Glück hatte ich Türkisgrüner Winter sofort griffbereit, damit ich gleich weiterlesen konnte.


Eine wunderbare Liebesgeschichte, die mit zwei wunderbaren Protagonisten brilliert, die durch eine gemeinsame Vergangenheit miteinander verbunden sind und mit viel Witz, Charme und Humor langsam wieder zueinanderfinden. Dazu geniale Dialoge und viele Lacher machen das Gesamtbild perfekt. Kurz gesagt: Seit langem hat es kein Buch geschafft mich so zu begeistern und vollkommen in seinen Bann zu ziehen wie Kirschroter Sommer. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen und musste es in einem Stück zu Ende lesen





Carina Bartsch wurde 1985 im fränkischen Erlangen geboren und lebt in einem kleinen Dorf in der Nähe ihrer Geburtsstadt. Sie brach die Realschule, dann die Wirtschaftsschule und eine Lehre ab. Erst nach diversen Kleinjobs fand sie mit Anfang zwanzig ihre wahre Bestimmung: das Schreiben. Mit ersten Kurzgeschichten gewann sie mehrere Schreibwettbewerbe. Dann wagte sie sich 2011 an ihr Romandebüt, «Kirschroter Sommer», mit dem sie zur erfolgreichsten deutschen Liebesromanautorin im Netz wurde. Auch der Nachfolgeband «Türkisgrüner Winter» avancierte zum E-Book-Bestseller. [Quelle: Verlagshomepage rowohlt]


 



Dienstag, 18. Juni 2013

(Rezension) "80 Days-Die Farbe der Erfüllung" von Vina Jackson

 
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Zwei Jahre sind vergangen seit sich Summer und Dominik getrennt haben. Summer lebt weiterhin in New York, ist erfolgreich als Violinistin und in einer scheinbaren glücklichen Beziehung mit dem Dirigent Simon. Doch trotz des musikalischen und privaten Erfolgs ist sie unzufrieden mit sich und ihrem Leben, sodass sie sich dazu entschließt Simon zu verlassen und zurück nach London zu gehen. Dominik lebt immer noch in Hampstead, wo er fleißig an seinem neuen Roman schreibt. Er möchte die Geschichte der Geige, die er Summer einst geschenkt hat, erzählen. Dabei werden automatisch alle Erinnerungen an Summer wieder wach. Nach einem Konzert in der Royal Albert Hall, bei dem Summer als Gaststar auftritt, treffen sie sich wieder und sofort ist die erotische Spannung zwischen den beiden wieder zu spüren. Da sowohl Summer als auch Dominik davon ausgehen, dass der andere in einer Beziehung steckt, unterdrücken sie ihre Gefühle. Ganz kommen die beiden jedoch nicht voneinander los… 

Auch wenn inhaltlich 2 Jahre seit der Trennung von Summer und Dominik vergangen sind, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden. Ganz im Gegenteil! Ich habe mich auf ein Wiedersehen mit den beiden gefreut und war super gespannt, wie es weiter gehen wird.

Wie gesagt sind mittlerweile zwei Jahre vergangen. Sowohl Summer als auch Dominik versuchen ein Leben ohne einander zu führen, doch wenn sie ehrlich sind, ist das eher nur eine Notlösung. Es gelingt ihnen einfach nicht die Erinnerungen an ihre gemeinsamen Erlebnisse hinter sich zu lassen. Als sie sich schließlich durch Zufall wieder begegnen können sie ihre Gefühle füreinander nicht mehr leugnen…

Für mich persönlich ist „80 Days-Die Farbe der Erfüllung“ der beste Teil der Summer und Dominik-Trilogie, da nicht die Sexszenen sondern die Handlung im Mittelpunkt stand. Das fand ich wirklich toll und hat mir sehr gut gefallen. Bei den Vorgängern hatte ich immer das Gefühl, als wolle das Autorenduo die Leser ein wenig schocken, aber wie sich zeigt, geht es ohne auch ganz gut. Alles wirkte dadurch viel runder und passender.

Die Geschichte von Summers Geige war wirklich total interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Instrument bereits so viele Stationen hinter sich lassen konnte. Ich habe super gerne weiterverfolgt, was für Abenteuer die Bailey bereits in ihrem „Leben“ erlebt hat und welche Mythen sich im Laufe der Jahre um dieses Instrument gebildet haben.

Summer konnte mich in diesem Teil wieder ein bisschen mehr begeistern. In Band 2 ging sie mir doch schon sehr auf die Nerven. Besonders mit ihrem Verhalten kam ich nicht wirklich zurecht. Nun hat sie sich aber eines Besseren besonnen, obwohl das auch seine Zeit in Anspruch genommen hat.

Dominik ist und bleibt halt Dominik. Zu ihm kann ich nach wie vor nicht viel sagen, da er für mich im Laufe der drei Bände irgendwie nie so richtig zu greifen war. Allerdings hat mir seine Entwicklung ganz gut gefallen hat.

Eine Person möchte ich gerne noch erwähnen: Lauralyn. Im ersten Teil nur ein blasser Randcharakter, dem ich keine große Bedeutung zugemessen habe, aber jetzt nachdem dritten Band gelesen habe, kann ich sagen, dass ich sie total super finde. Sie ist eine wirklich tolle Freundin, die sagt was sie denkt und keine Scheu hat, ihre Meinung frei zu äußern und so Dominik und Summer öfters mal einen gedanklichen Anstoß zu gebe, damit die beiden endlich mal den Mund aufmachen. Wirklich große klasse von ihr! Ich bin richtig froh, dass es sie gibt.

Spannung…naja für meinen Geschmack nicht übermäßig vorhanden, da bereits schnell klar war, wer der Dieb ist. 


Mit „80 Days-Die Farbe der Erfüllung“ hat das Autorenduo Vina Jackson einen für mich zufriedenstellenden Abschluss ihrer Dominik-und-Summer-Reihe geschaffen, der mir ein paar schöne Lesestunden bereit hat. Standen in den beiden Vorgängern noch die Sexszenen im Mittelpunkt, wurde dieses Mal mehr Wert auf die Handlung gelegt. im Mittelpunkt stand. Das fand ich wirklich toll und es hat mir sehr gut gefallen, da dadurch alles viel runder wirkte. Obwohl ich nie ganz überzeugt war, Summer und Dominik vollständig kennengelernt zu haben, hatte ich am Ende trotzdem das Gefühl zwei Freunde zu verlieren.



 
Vina Jackson ist ein Pseudonym hinter dem sich zwei etablierte Autoren verbergen, die bei diesem Buch zum ersten Mal zusammenarbeiten. Er ist ein bekannter Lektor, Radiojournalist, Kolumnist, der bereits neun Romane veröffentlicht hat und eine große Sammlung von Erotika besitzt. Sie hat ebenfalls bereits Bücher geschrieben, arbeitet im Finanzsektor und ist eine feste Größe in der Londoner Fetisch-Szene. [Quelle: carl's book.de]
 
 
 

 
 

 

Montag, 17. Juni 2013

(Rezension) "80 Days-Die Farbe der Begierde" von Vina Jackson



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Leseprobe


Summer und Dominik haben sich in London kennen und lieben gelernt. Mittlerweile sind die zwei nach New York gezogen und versuchen dort nun als Paar zusammen zu leben. Das ist für beide allerdings gar nicht so einfach, schließlich sind sie nicht daran gewöhnt 24 Stunden am Tag mit jemandem zu verbringen. Doch mal abgesehen von diesen kleinen privaten Turbulenzen, könnte es für Summer eigentlich nicht besser laufen. Ein Dirigent entdeckt ihr musikalisches Talent und empfiehlt ihr sogar eine Solokarriere zu starten. Summer ist überglücklich und kann ihr Glück kaum fassen. Und gerade in diesem Moment taucht ein früherer Liebhaber auf und droht ihre beginnende Karriere zu zerstören, wenn sie nicht das macht, was er von ihr verlangt...

Wie ich bereits in meiner Rezension zum 1.Teil geschrieben habe, ist der Schreibstil um einiges besser, als der der mich bei SoG erwartet hat. Dem kann ich auch dieses Mal nichts hinzufügen. Allerdings ist mir die Spannung ein wenig zu kurz gekommen. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie konnte mich die Geschichte nicht richtig fesseln.


Nach 80 Days-Die Farbe der Lust war ich ziemlich neugierig wie es mit Summer und Dominik weitergeht. Dazu noch ein nicht gerade netter Cliffhanger…

Die Handlung schließt nahtlos an Band 1 an, zwei Tage sind vergangen. Summer und Dominik haben wieder zueinander gefunden und verbringen die restlichen Tage bis zu Dominiks Abreise. Sie planen sich eine gemeinsame Zukunft aufzubauen und kehren danach in ihren gewohnten Alltag zurück: Summer probt weiterhin hart mit ihrem Orchester während Dominik erst einmal nach London zurückkehrt. Eine Partnerschaft über so einer Distanz aufrecht zu erhalten, ist gar nicht so einfach. Ihre „Liebe“ und Geduld wird gleich zu Anfang auf eine harte Probe gestellt.

Doch wie gesagt konnte mich das Buch nicht richtig fesseln. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass es außer den Sexszenen keine wirkliche Handlung gibt. Klar Summer und Dominik versuchen nun als Paar zusammen zu leben und gemeinsam ein Leben zu führen, aber mir war von Anfang an bewusst, dass dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt.

Summer und Dominik sind nun mal beide Freigeister, die es nicht gewöhnt sind an jemanden anderen gebunden zu sein. Sie brauchen ihre Freiräume, sonst kann es sein, dass sie sich mit der Zeit zu langweilen beginnen und den Wunsch nach Abwechslung haben. Außerdem machen sie sich das Leben zusätzlich schwer, in dem beide einfach nicht den Mund aufbekommen, wenn es um ihre Gefühle und Bedürfnisse geht. Das hat mich besonders am Ende ziemlich angenervt. Hätten die beiden nämlich früher miteinander geredet, wäre so einiges vermeidbar gewesen. Nein, stattdessen versuchen sie alle Auseinandersetzungen mit Sex zu bereinigen. Aber…naja ich kann ja nichts mehr daran ändern, sie sind nun mal zwei schwierige Charaktere. Gleichzeitig finde ich es fast komisch, dass sie sich nicht eingestehen können, was sie füreinander empfinden.

Summer, ja ich mag sie eigentlich immer noch unglaublich gerne – das vorneweg. Ich bewundere sie dafür, dass sie ihre große Leidenschaft, der Musik so zielstrebig nachgeht und sich niemals von diesem Weg abbringen lässt. Deshalb habe ich mich auch wahnsinnig gefreut, dass ihr Talent nun endlich entdeckt wurde und sie den Lohn für ihr hartes jahrelanges Üben bekommen hat. Doch jetzt kommt wieder das große ABER: im Laufe der Geschichte ist sie mir mit ihrem Verhalten stellenweise echt auf die Nerven gegangen. Ich konnte sie einfach nicht verstehen bzw. ihre Gedanken nachvollziehen.

Bei Dominik bin ich mir immer noch nicht sicher, was genau ich von ihm halten soll. Ich habe ihn zwar etwas besser kennenlernt, mehr von seiner Vorgeschichte erfahren, trotzdem ist er für mich noch ein wenig fremd. Dafür war er mir, was seine Gefühle betrifft, deutlich sympathischer als Summer. Es war deutlich zu erkennen, dass sich von Dominiks Seite aus Gefühle für Summer entwickeln. Das hätte ich zu Beginn nicht gedacht. Außerdem hat er mich mit seiner, sagen wir „Experimentierfreude“ überrascht. Es scheint fast so, als hätten er und Summer die Rollen getauscht, hierbei schreckt ihn so gut wie nichts ab.

Nichtsdestotrotz habe ich mich nach etwas mehr Aktion und Spannung gesehnt. Das kam zwar auch noch, allerdings erst auf den letzten 60 Seiten, die mich schließlich überzeugt haben, den 3. Teil zu lesen! 


Mit „80 Days-Die Farbe der Begierde“ hat das Autorenduo Vina Jackson eine eher schwächere Fortsetzung ihrer Reihe geschaffen. Doch, wenn ich von ein paar Längen absehe, hatte ich schon ein paar schöne Lesestunden. Ich habe mich sehr auf ein Wiedersehen mit Summer und Dominik gefreut und hoffe, dass es für die beiden im dritten Band ein befriedigendes Ende geben wird.




 
Vina Jackson ist ein Pseudonym hinter dem sich zwei etablierte Autoren verbergen, die bei diesem Buch zum ersten Mal zusammenarbeiten. Er ist ein bekannter Lektor, Radiojournalist, Kolumnist, der bereits neun Romane veröffentlicht hat und eine große Sammlung von Erotika besitzt. Sie hat ebenfalls bereits Bücher geschrieben, arbeitet im Finanzsektor und ist eine feste Größe in der Londoner Fetisch-Szene. [Quelle: carl's book.de]



 

Hat jedoch nichts mehr mit Summer und Dominik zu tun