Donnerstag, 26. Dezember 2013

(Rezension) "Eine Handvoll Worte" von Jojo Moyes

http://www.amazon.de/Eine-Handvoll-Worte-Jojo-Moyes/dp/3499267764/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1387987528&sr=8-1&keywords=Eine+Handvoll+Worte 
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Eigentlich müsste die 30jährige Ellie Haworth rundum zufrieden mit ihrem Leben sein: Sie hat ihren Traumjob gefunden und arbeitet als Journalistin bei einer renommierten Londoner Zeitung. Doch in der Liebe sieht es für sie leider gar nicht gut aus, denn der Mann, den sie liebt gehört einer anderen.

Eines Tages entdeckt sie bei Recherchen für die Jubiläumsausgabe ihrer Zeitung einen Brief, indem ein unbekannter Verfasser seine Geliebte darum bittet ihren Ehemann zu verlassen und mit ihm ein neues Leben anzufangen. Ergriffen von seinen gefühlvollen Worten, beschließt sie Nachforschungen anzustellen um herauszufinden, was aus diesem tragischen Liebespaar geworden ist…

Frau Moyes Schreibstil ist im Grunde genommen ganz einfach gehalten und kommt ohne große Schnörkel oder Ausschmückungen zurecht. Allerdings besitzt sie ein unbeschreibliches Talent mit wenigen Worten unglaublich viele Gefühle herüberzubringen, die einem als Leser direkt ins Herz gehen. Darüberhinaus wirken ihre Geschichten immer so, als wären sie mitten aus dem Leben gegriffen worden. 


Nachdem ich von Frau Moyes Erstling „Ein ganzes halbes Jahr“ soooo begeistert war, stand für mich fest, dass ich ihr zweites Buch auch unbedingt lesen werde. Ganz ungeduldig habe ich also auf die Veröffentlichung gewartet. Als schließlich die ersten Rezensionen kamen und darunter auch einige kritischen Stimmen waren, habe ich dann doch ein bisschen gezögert. Da ich mir aber gerne selbst eine Meinung bilde, habe ich mich letztendlich daran gewagt. Zum Glück, denn für mich hat es sich auf jeden Fall geloht :)

Und das obwohl es ein wenig gedauert hat bis ich in die Geschichte hineingekommen bin und mich fallen lassen konnte. Ich vermute jedoch, dass das weniger am Buch selber lag, sondern eher an meinen zu großen Erwartungen. Nach ungefähr 200 Seiten hat es dann endlich Klick gemacht und „Eine Handvoll Worte“ hat sich genauso zu einem kleinen Schätzchen entwickelt.

Ich habe gelesen und gelesen, konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich ließ mich vom Geschehen mitreißen und von den Worten der Autorin einnehmen. Sie erzählen die Geschichte zweier junger Frauen, die aus vollkommen verschiedenen Zeiten stammen, jedoch durch ihre gleichen Lebensumstände miteinander verbunden sind.

Jennifer Stirling hat eigentlich alles, was sich eine Frau ihrer Zeit wünschen kann: Sie sieht gut aus, ist mit einem erfolgreichen und angesehenen Geschäftsmann verheiratet und führt ans seiner Seite ein privilegiertes Lebens. Doch was hilft der ganze Luxus und das sie zu den ganzen glamouröse Empfängen eingeladen wird, wenn ihr Alltag ansonsten trist und leer ist. Und auch ihre Ehe ist alles andere als glücklich…

Ellie Haworth redet sich zwar ständig ein glücklich zu sein, doch mit der Zeit fällt es ihr immer schwerer ihre Gefühlen und Wünschen nachzugehen. Vor allem nachdem sie diese Liebesbriefe im Archiv gefunden hat, machen sie einige Zweifel in ihr aus. Die geschriebenen Worte und die scheinbar unendliche Liebe, die der Verfasser damals empfunden haben muss, berühren Ellie zutiefst, machen sie gleichzeitig aber auch nachdenklich, sodass sie ihre Affäre auf einmal nicht mehr als so rosarot sieht. Außerdem beginnt sie allmählich die komplette Tragweite zu begreifen.

Durch die Zeitsprünge in die Vergangenheit lernen wir das Leben in den 1960er sowie die damalige Rolle der Frau kennen, was wirklich interessant und authentisch dargestellt wurde. Untermalt wird das Ganze noch von einer eher bedrückenden, melancholischen Grundstimmung, die mir richtig nahe gegangen ist. Ich hatte den Eindruck jeden Moment in Tränen ausbrechen zu müssen.

Hin und wieder gibt es ein paar langatmige Stellen, die allerdings durch die abwechslungsreiche Handlung und die unerwarteten Wendungen ausgeglichen werden. 


Auch mit ihrem zweiten Buch hat es Jojo Moyes geschafft mich mit ihrer gefühlvollen, einfühlsamen Erzählung bis zur letzten Seite einzunehmen und nicht mehr loszulassen. Zwar bin ich mit einigen Bedenken ans Lesen herangegangen, welche ich jedoch nach kurzer Zeit getrost vergessen habe, denn wie sein Vorgänger ist „Eine Handvoll Worte“ wirklich mitreißend und stimmungsvoll geschrieben, sowie absolut emotionsgeladen.
 





Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex. [Quelle: Verlagshomepage rowohlt]





 
  


 




Kommentare:

  1. Tolle Rezension! Hört sich unheimlich gut an:)
    Alles LIebe und hab noch einen wundervollen 2. Weihnachtsfeiertag!
    <3
    Catherine

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    1. Dankeschön :) Wünsche ich dir auch!!

      Liebe Grüße
      Rina

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