Freitag, 6. Dezember 2013

(Rezension) "Die Tribute von Panem: Gefährliche Liebe" von Suzanne Collins

http://www.amazon.de/Die-Tribute-Panem-Gef%C3%A4hrliche-Liebe/dp/3789132195/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1385817956&sr=8-6&keywords=Suzanne+Collins 
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Sechs Monate sind vergangen, seit Katniss und Peeta ihren Sieg bei den Hungerspielen errungen haben. Sie sind zurück in ihrem Distrikt und versuchen ihr altes Leben wieder aufzunehmen, was sich allerdings als gar nicht so einfach herausstellt. Nicht nur, dass sie die schrecklichen Bilder aus der Arena in ihren Träumen verfolgen, auch sonst scheint sich in Panem einiges verändert zu haben.

Katniss muss erkennen, dass ihr kleiner „Trick“ eine Art Kettenreaktion ausgelöst hat und sie für die Rebellen zu einem Symbol des Widerstands geworden ist. Das gefällt dem Kapitol insbesondere Präsident Snow überhaupt nicht, dauert nicht lange bis sie auf eine besonders grausame Weise zurückschlagen…

Wie im Vorgängerband lässt sich Suzanne Collins Schreibstil locker leicht lesen, obwohl die Handlung alles andere als das ist. Außerdem beschreibt sie die Gedanken und Gefühle ihrer Charaktere wieder wunderbar, wobei sie ganz besonders feinfühlig auf deren Ängste und Sorgen eingeht.


Der 2.Band von „Die Tribute von Panem“ setzt fast nahtlos an die Geschehnisse aus Band 1 an. Katniss und Peeta sind zurück in ihrem Distrikt und versuchen soweit wie möglich ihr altes Leben weiterzuführen. Allerdings ist das nur schwer möglich, da sie die schrecklichen Bilder aus der Arena nicht loslassen wollen und sich vieles auf einen Schlag geändert hat. Vor allem Katniss hat große Probleme, da sie seit ihrem und Peetas Sieg, den sie durch einen kleinen Trick quasi erzwungen hat, zum Symbol des Widerstands und so ein Dorn im Auge des Kapitols geworden ist.

Es gab Aufstände in dem einen oder anderen Distrikt, was die Regierung beunruhigt, denn sollte es zu einer Revolution kommen, wäre das Wohl aller Bürger stark gefährdet. Um das zu verhindern und ihre Macht nicht zu verlieren, muss das Kapitol handeln: Zum 75. Jubiläum der Hungerspiele verkündet Präsident Snow, dass alle bisherigen Sieger noch einmal in die Arena geschickt werden und nur ein einziger überleben wird. Grausam und enthält dieses Vorgehen eine ganz klare Botschaft: Sei dir nie zu sicher! Selbst die Stärksten unter euch können nichts gegen unsere Macht tun, außer sich zu beugen.

Obwohl mir der Einstieg wirklich leicht gelungen ist, habe ich mich die erste Hälfte ein wenig durch die Seiten gequält, da sich die Geschichte etwas hingezogen hat. Dafür hat mir die Stimmung besser gefallen. Sie passt absolut zu den Geschehen in den einzelnen Distrikten: bedrückend, bedrohlich und schockierend. Untergründig ist jedoch auch ein kleiner Funken Hoffnung spürbar. Der Wunsch nach einer Rebellion wird größer und lässt sich nur noch schwer unterdrücken.

In der zweiten Hälfte des Buchs kam dann die von mir heißersehnte Spannung endlich auf. Alles geht auf einmal Schlag auf Schlag, sodass einem nichts anderes übrig bleibt als einfach weiterzulesen. Man rast förmlich durch die Seiten, durch die Geschichte und wundert sich, dass das Ende so schnell in Sicht kommt.

Katniss steckt in einem, nein genau genommen in zwei Gewissenskonflikte, die ihr schwer zu schaffen machen. Zum einen muss sie sich über ihre Gefühle für Gale und Peeta im klaren werden und zum anderen wäre da die Entscheidung ob sie weiterhin dem Willen des Kapitols folgen und die Fassade des tragischen Liebespaar aufrecht erhalten soll oder ob sie etwas riskiert, um Panem zu verändern, dafür aber ihre Familie und ihre Freunde in Gefahr bringt. Als Leser möchte man definitiv nicht an ihrer Stelle sein!

Peeta hat sich richtig toll entwickelt und erscheint nicht mehr ganz so schwach.

Haymitch habe ich mittlerweile auch ganz fest in mein Herz geschlossen. Man muss ihn einfach lieben<3

Neben den vielen bekannten Gesichtern, darf ich unsere Neulinge natürlich nicht vergessen: Ganz vorne dran: Finnick Odair, ein ganz liebenswerter, hilfsbereiter und humorvoller Charakter, womit ich beim ersten Kennenlernen nicht gerechnet hätte, da er doch etwas arrogant herüberkam.

Zum Schluss noch ein paar Worte zu Präsident Snow: Dieser Mann ist mir absolut unsympathisch. Allein sein Auftreten und seine Ausdrucksweise haben etwas so gefährliches und bedrohliches an sich, dass man am liebsten einen großen Bogen um ihn machen würde.


Alles in allem konnte mich „Die Tribute von Panem: Gefährliche Liebe“ genauso fesseln und schockieren wie sein Vorgänger. Zwar zieht sich die Handlung am Anfang ein wenig, was sich spätestens nach der 1.Hälfte legt und grenzenloser Spannung weicht. Ein kurzes Verschnaufen oder Pause machen? Schier unmöglich! Einmal angefangen muss man einfach weiterlesen und bangen, was wohl als nächstes passieren wird. Die vielen wunderbaren Charaktere (auch wenn ich mit Katniss dieses Mal ein paar Problemchen hatte) runden das Gesamtbild ab.
 




An das Jahr 2003 wird sich die Amerikanerin Suzanne Collins sicher gern erinnern. Damals erschien "Gregor und die graue Prophezeiung", ihr erster Roman für Kinder und Jugendliche. Die Geschichte des New Yorker Jungen, der unter der Stadt das Reich der Unterländer entdeckt, faszinierte sowohl junge als auch erwachsene Leser, und das Buch schoss in die Bestsellerlisten. Schon vorher hatte die 1962 in New Jersey geborene Autorin Drehbücher für preisgekrönte Kinderserien im amerikanischen Fernsehen geschrieben. Mittlerweile sind weitere "Gregor"-Bücher erschienen und auch das Nachfolgebuchprojekt, "Die Tribute von Panem", wurde hochgelobt und in Deutschland 2010 für den "Jugendliteraturpreis" nominiert. Suzanne Collins lebt mit ihrer Familie und einigen Katzen in Connecticut. [Quelle: amazon]


 




1 Kommentar:

  1. Ich liebe die Serie und hänge noch im zweiten Band:)
    Toller Blog, wunderbare Rezi !
    Alles Liebe. Ich wünsche dir eine wundervolle neue Woche
    <3
    cathslovleybooks.blogspot.de

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- Sarina