Donnerstag, 7. November 2013

(Rezension) "Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover

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Nach dem Tod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück - drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…

(Quelle: Klappentext)

Colleen Hoover schafft es die Gefühle ihrer Protagonisten sowohl in traurigen als auch in schönen Momenten mit einer Tiefgründigkeit aufs Papier zu bringen, sodass sie einen als Leser vollkommen mitnehmen und nicht mehr loslassen wollen. So kommt es, dass die Beziehung von Layken und Will nicht unrealistisch herüberkommt, obwohl sie eine alles andere als langsame Entwicklung durchmacht. Man spürt die Verbundenheit der beiden und kann sie vollkommen nachvollziehen.


Obwohl ich mich gleich nach Beenden des Buchs an die Rezension setze, fällt es mir unglaublich schwer meine Gefühle in Worte zu verpacken. Denn es war für mich „Liebe auf den ersten Blick“ bzw. in dem Fall „Liebe auf das erste Wort“. Bereits nach wenigen Seiten wusste ich, dass ich diese Geschichte lieben werde und ich, wenn nicht irgendetwas passiert, was mir vollkommen gegen den Strich geht, auf jeden Fall 5 * vergeben werde.

Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters, hat Layken’s Mutter beschlossen mit ihren beiden Kindern ihre alte Heimat Texas zu verlassen und in Michigan noch einmal neu anzufangen. Layken ist davon natürlich alles andere als begeistert, denn ein neues Zuhause, eine neue Umgebung, eine neue Schule bedeuten immer eine schwierige Umstellung. Doch eine Wahl hat sie leider nicht und so fügt sie sich wiederwillig ihrem Schicksal. In Michigan angekommen, begegnet sie gleich am ersten Tag ihrem neuen Nachbar Will, der unglaublich gutaussehend, charmant und nett ist. Beide verstehen sich auf Anhieb, was Layken etwas verwundert, denn eigentlich öffnet sie sich Fremden gegenüber nicht so schnell. Allerdings währt das Glück nicht lange: Nach einem wunderschönen ersten Date, das perfekter nicht hätte sein können, werden sie unsanft zurück in die Realität geholt, die ihnen zeigt, dass ihre Liebe keine Chance haben kann…

Es tut so weh. Und gleichzeitig bin ich so unglaublich wütend. Auf ihn. Auf die Situation. Auf das Leben, das mir nach den letzten sechs Monaten, die so furchtbar waren, jemanden wie Will schickt, mit dem ich zum ersten Mal wieder so etwas wie Glück empfunden habe - nur um ihn mir dann nach einer Woche wieder wegzunehmen. (S. 88/89)

Was genau ihrer Liebe Steine in den Weg liegt, wird im Klappentext zum Glück nicht angedeutet, man ist also umso gespannter und fiebert dem Moment regelrecht entgegen. Als es schließlich zur Enthüllung kam, hat es mich buchstäblich „von den Socken gehauen“, denn auf diese Wendung wäre ich nicht einmal im Traum gekommen. Allerdings führt sie dazu, dass die Geschichte eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle wird, in deren Verlauf ich mich öfters dabei erwischt habe, wie ich quasi Layken’s Emotionen als meine eigenen aufgenommen habe. Ja sie gingen mir unheimlich nahe…

Layken ist eine richtig tolle Protagonistin, die mir total gut gefallen, was wahrscheinlich daran liegt, dass sie ungefähr in meinem Alter ist und ich einige ihrer Charakterzüge in mir erkannt habe. Sie ist eher ein zurückhaltendes und unsicheres Mädchen, das meistens ziemlich emotional reagiert, was nur verständlich ist, wenn man bedenkt, dass sie erst vor ein paar Monaten ihren Vater verloren hat. So ein großer Verlust würde an niemandem spurlos vorbeigehen, nichtsdestotrotz versucht sie ihr bestes und so gut es geht damit klarzukommen.

Mit Will muss ich sagen hat Colleen Hoover bei mir direkt ins Schwarze getroffen, sodass nicht nur bei Layken Herzklopfen aufkam, sondern auch bei mir, denn er hat eine nette und richtig warmherzige Art an sich und das obwohl sein Leben ebenfalls von einem großen Verlust gezeichnet ist. Seit seine Eltern vor zwei Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen sind, musste er quasi über Nacht erwachsen werden und die Verantwortung für seinen kleinen Bruder Caulder übernehmen. Dazu kommt ein riesiger Berg an Schulden, den es abzubezahlen gilt.

Doch nicht nur die beiden Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen, auch die restlichen Nebencharaktere habe ich in kürzester Zeit zu lieben gelernt. Allen voran Laykens kleiner Bruder Kel und Wills kleiner Bruder Caulder, die ich einfach nur zum Knuddeln fand oder oder Eddie, Laykens beste Freundin, die eine genauso wunderbare Art an sich hat.

Kommen wir nun aber zu meinem absoluten Highlight in diesem Buch, für dessen Idee die Autorin allein schon volle 5 Sterne verdient hat: Poetry-Slam. Poetry- Slam (Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer ihre selbstgeschriebenen Texte vor Publikum in eine Art Performance vortragen) spielt in der Geschichte eine ganz zentrale Rolle und rundet das ganze Geschehen wirklich passend ab. Die Texte sind einfach nur unglaublich berührend und drücken so viel über die jeweilige Person aus, die ihn verfasst hat. Ich würde es so beschreibe, dass sie dabei ihr Innerstes, ihre Seele vor den anderen preisgeben und ihrer Gefühls-und Gedankenwelt nach außen stülpen. Ach ich war wirklich vollkommen gebannt und konnte mir nur immer wieder aufs Neue wünschen, auch mal einen Abend im Club N9NE zu verbringen.

Ansonsten passiert im Fortlauf so viel Unerwartetes, dass man ab einem gewissen Punkt jede einzelne Seite voller Bedacht umblättert, denn in einem Moment scheint noch alles gut zu sein, im nächsten Moment kann sich das Blatt jedoch schon wieder gewendet haben. Vor allem zum Schluss hin haben mich die Ereignisse sehr mitgenommen und die Tränen in die Augen getrieben.

Colleen Hoover hat mich mit „Weil ich Layken liebe“ vollkommen unvorbereitet mitten ins Herz getroffen und mir ein Leseerlebnis ermöglicht, dass ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Während des Lesens habe ich gelacht, geweint, mitgefiebert, gehofft und gebangt. Fragt mich nicht wie die Autorin es schafft, die Emotionen ihrer Charaktere so authentisch aufs Papier zu bringen, dass sie mir in Fleisch und Blut übergegangen sind. Für mich definitiv ein neues Lieblingsbuch und ein absolutes Highlight! Absolute Kauf- und Leseempfehlung!
(Erklärung: Für dieses Buch habe ich extra eine neue Bewertungsstufe eingerichtet, da es nach meiner Meinung mehr als 5 Sterne verdient hat. Bedeutung könnt ihr hier nachlesen)






Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Ihren Erstling ›Weil ich Layken liebe‹ veröffentlichte sie zunächst als E-Book und stand damit sofort auf der New York Times-Bestsellerliste. Mittlerweile hat sie weitere Romane geschrieben, die allesamt eine große Fangemeinde haben und zu Bestsellern wurden. [Quelle: Verlagshomepage dtv]
 



Kommentare:

  1. Das Buch muss ja echt gut sein, wenn du deswegen eine neue Bewertungsstufe erfunden hast ;D Ich habe mir mal nur das Fazit und den Schreibstil durchgelesen, weil ich das Buch leider noch auf meinem SuB liegen habe... ja ich weiß, dass ich das jetzt sehr schnell ändern muss ;)

    Liebe Grüße
    Jenny

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    1. Ich habe nichts gesagt^^ Aber ja du musst das Buch so schnell es geht lesen, bin nämlich total auf deine Meinung gespannt

      Liebe Grüße
      Rina

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  2. Hey :)
    Das Buch hat mir auch so gut gefallen, ich hab total mitgefühlt. Das mit dem Poetry Slam habe ich auch geliebt, sowas hab ich noch nie zuvor gelesen! :)

    Tolle Rezension, ich kann mich dir da nur völlig anschließen :)

    LG Jana

    P.S. dein Blog gefällt mir übrigens wirklich gut, hab gerade mal ein bisschen gestöbert :)

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    1. Dankeschön :) Mir gefällt dein Blog auch richtig gut...

      Liebe Grüße zurück
      Rina

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- Sarina