Donnerstag, 21. November 2013

(Rezension) "Kannst du mir verzeihen?" von Sarah Harvey

http://www.amazon.de/Kannst-du-mir-verzeihen-Roman/dp/349230205X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1384797074&sr=8-1&keywords=kannst+du+mir+verzeihen 
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Einen Adventskalender bekommt jeder gern – nur nicht gerade vom eigenen Exfreund. Erst recht nicht, wenn er die große Liebe war und man ihn erst vor ein paar Wochen mit einer anderen erwischt hat. Also weiß Hanny nicht so recht, was sie davon halten soll, dass Bastian ihr vom 1. Dezember an jeden Morgen eine kleine Gabe vor die Haustür legt. Mit jedem der kleinen Geschenke scheint er ihr vierundzwanzig mal dieselbe Frage zu stellen: "Kannst du mir verzeihen?"


Sarah Harveys Schreibstil ist locker flockig und lässt sich wirklich flüssig lesen. Sie verwendet viele schöne, warmherzige und einfühlsame Worte, sodass eine ganz besondere Stimmung während des Lesens entsteht. Aber auch ihre Charaktere hat die Autorin sehr liebevoll gestaltet, sie mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften, Eigenheiten und Macken ausgestattet. Wirklich ein kunterbunter Haufen, der einen da begegnet.


„Kannst du mir verzeihen“ ist eigentlich nicht die Art von Buch, die vorwiegend in mein Beuteschema fällt. Wenn ich ehrlich bin, dann lese ich aus dem Genre Chick Lit eher selten Geschichten, da diese mich meistens einfach nicht ansprechen. Hin und wieder greife ich dann allerdings gerne mal danach…So auch in diesem Fall J Ausschlaggebend für meine Entscheidung war neben dem Klappentext, jedoch insbesondere das Cover mit dem süßen Welpen, der mich mit seinem braunen Knopfaugen und dem unschuldigen Hundeblick schnell um den Finger gewickelt hatte.

Aber auch die Geschichte konnte mich schnell mit seiner locker, leichten und auf jeden Fall sehr unterhaltsamen Art (dank den bissigen Kommentaren und verrückten Aktionen bestimmter Leute fehlt es definitiv nicht an Humor) begeistern. Zwar mag die eine oder andere Stelle ein bisschen überzogen dargestellt worden sein, mein Lesespaß hat dies jedoch keinen Abbruch getan. Man kann sich nie sicher sein was als nächstes passieren wird und natürlich fiebert man stets mit, welches Geschenk wohl als nächstes vor der Tür liegen wird. Außerdem möchte man natürlich unbedingt wissen, ob Hanny und Bastian wieder zusammen kommen werden.

Nun zu unserer Protagonistin Hanny…ja was soll ich sagen…meine Sympathie für sie hielt sich bis zum Schluss ziemlich in Grenzen. Zwar konnte ich nachvollziehen, dass sie sich verletzt und verraten fühlt, wer würde, dass nicht wenn der eigenen Freund einen hintergeht, aber ihre Reaktion fand ich schon ein bisschen übertrieben. Meiner Meinung nach hat sie sich ganz schön in die Sache verrannt bzw. hineingesteigert und dadurch die Situation unnötig aufgepusht. Wäre ich an ihrer Stelle gewesen, hätte ich, nachdem meine erste Wut verraucht wäre, auf jeden Fall ein klärendes Gespräch mit Bastian gesucht, damit er die Möglichkeit bekommt seine Sichtweise zu schildern. Ihn jedoch ganz zu ignorieren, finde ich nicht fair. Vor allem da Hanny keine Grund für dieses Verhalten nennt (eine Erklärung gibt es erst ganz am Ende des Buches)

Jai, Hannys besten Freund, mochte ich hingegen vom ersten Augenblick an. Seine nette, aufrichtige und einfühlsame Art, mit der er auf Hanny’s Kummer eingeht…So einen besten Freund kann sich jeder nur wünschen.

Bastian, Hannys Exfreund, dem man eigentlich keinerlei Sympathie gegenüber bringen sollte, macht es einem wirklich nicht schwer ihn zu mögen. Die Idee mit dem Adventskalender ist total süß, da er Hanny so an ihre gemeinsame Zeit erinnern möchte. Man merkt, dass ihm alles furchtbar leid tut und er Hanny immer noch von ganzen Herzen liebt.

Die anderen Nebencharaktere sind ein durchgeknallter, verrückter, aber auch irgendwie liebeswerter Haufen, die der Geschichte die nötige Würze geben. Ich hätte keinen von ihnen missen wollen.

Am besten haben mir jedoch die Rückblenden gefallen, die im direkten Zusammenhang mit Bastians Geschenken stehen, die Hanny an besondere Momente und Erlebnisse der beiden erinnern sollen. In einige bekommt der Leser einen Einblick, sodass er die die Liebe und die Gefühle hautnah miterleben kann.


Trotz meiner kleinen Probleme mit Hanny konnte mich Sarah Harvey mit „Kannst du mir verzeihen“ super unterhalten, sowie mit ihren schönen, warmherzigen und einfühlsamen Worten bezaubert. Man fliegt nur so durch die Seiten, fiebert dem nächsten Geschenk entgegen und hofft natürlich, dass am Ende einen Happy End warten wird. Auch das Weihnachtsfeeling konnte sich während des Lesens bei mir einstellen und mich bis zum Schluss begleiten.
 




Sarah Harvey, geboren 1969, lebt mit ihrem Mann auf einem alten Landsitz in Cornwall. All ihre großen Unterhaltungsromane, zuletzt »Bitte nicht füttern« und »Der Apfel fällt nicht weit vom Mann«, waren internationale Erfolge. [Quelle: Verlagshomepage Piper Verlag]


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