Samstag, 28. September 2013

(Rezension) "So nah und doch so fern" von Ann Brashares

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Nur ganz wenige Menschen verfügen über die Gabe, sich an ihre früheren Leben zu erinnern. Daniel ist einer von ihnen. Sein Gedächtnis reicht viele Jahrhunderte, viele Leben zurück – und er erinnert sich an eine junge Frau, die er einst unglücklich geliebt hat. Nach jeder Rückkehr in eine neue Existenz begibt er sich auf die Suche nach ihr, bis er im heutigen Virginia auf Lucy trifft. In ihr erkennt er seine schicksalhafte Liebe wieder. Für Lucy aber ist Daniel ein völlig Fremder, auch wenn sie sich auf unheimliche Weise zu ihm hingezogen fühlt…

(Quelle: carl’s books)

Ann Brashares Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, da er sehr intensiv und einnehmend ist. Die Gefühlswelt von Lucy und Daniel konnte mich stets berühren, mitleiden und mitfühlen lassen. Außerdem hat sie es geschafft, dass mich die Story auch nach Beenden nicht vollkommen loslassen wollte. Ich hatte im Voraus mit einer leichten Lektüre für Zwischendurch gerechnet, doch was ich bekommen habe lässt sich nicht mit diesen Worten abspeisen.

Als ich den Klappentext zu diesem Buch das erste Mal gelesen habe, wurde meine Neugierde sofort geweckt. „So nah und doch so fern“ klang nach einer wunderschönen aber auch tragischen Liebesgeschichte, die ich mir nicht entgehen lassen wollte.

Daniel hat schon mehrere Leben gelebt und ist schon mehrere Male gestorben. Unzählige Male ist seine Seele in den letzten tausend Jahren in einem anderen Körper wiedergeboren worden und jedes in jedem dieser Leben verfolgt ihn der gleiche, unstillbare Wunsch: Er möchte Sophie, die Liebe seines Leben wiederfinden. Auch ihre Seele wird immer wieder geboren, doch kann sie sich im Gegensatz zu ihm nicht an ihre vergangenen Leben erinnern.

Wiedergeburt ist für mich ein sehr interessantes Thema, allein die Vorstellung schon einmal, in einer längt vergangenen Zeit, an einem ganz unbekannten Ort gelebt haben zu können, finde ich äußerst faszinierend. Und der Gedanke, dass die Liebe, die man für einen bestimmten Menschen empfindet, über Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte bestehen bleibt, finde ich noch viel schöner…

Der Großteil dieser Geschichte wird aus der Sicht von Daniel erzählt, wobei die Autorin sehr viel Wert darauf legt dem Leser sein Schicksal nahe zu bringen. Immer wieder wandern wir zurück in die Vergangenheit. Daniel erzählt von den wichtigsten Ereignissen seines Lebens und nimmt uns Leser auf eine Reise durch die verschiedensten Epochen der Geschichte. Dabei wird einem sehr schnell bewusst, wie tief seine Gefühle für Sophia (Lucy) sind. Egal in welchem Jahr, ob 541 v.Chr. oder 1912, sie stand bei ihm stets im Mittelpunkt, auch wenn das Schicksal es selten gut mit ihnen gemeint hat.

Warum ich letztendlich nur 4 Sterne vergebe, liegt daran, dass ich zu Beginn ein wenig gebraucht habe mich in der Handlung einzufinden, was hauptsächlich an den beiden Charakteren lag. Denn so schön ihre Geschichte sein mag, sind Lucy und Daniel zwei anstrengende Menschen, die für meinen Geschmack zu schnell den Kopf in den Sand stecken. Ihnen fehlt der Mut, die Lebensfreude und die Gabe ihrem Leben etwas Positives abzugewinnen. Klar kann ich verstehen, dass wenn man schon öfters gelebt hat irgendwann immer in den selben, alten Trott verfällt, aber sollte man nicht wenigstens versuchen das beste aus der Situation zu machen? Ben, Daniels ältester Freund, scheint jedenfalls weniger Probleme zu haben. Er macht das Beste aus jedem seiner Leben und genießt die vielen Möglichkeiten, die ihm offen stehen.

Zudem fehlte mir bei beiden Protagonisten schlichtweg das gewisse Etwas, das mir geholfen hätte eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Leider ist der Funke nicht übergesprungen, sodass ich mir eher wie eine Zuschauerin vorkam, als ein der Teil Geschichte vorkam.


Auf den letzten 100 Seiten wird es schließlich noch recht spannend. Und auch das Ende ist sehr überraschend bzw. ganz anders wie ich es erwartet hatte. Wenn ich ehrlich bin hat es mich ein bisschen unzufrieden zurückgelassen. Ich hoffe sehr, dass es noch einen Folgeband geben wird.


Ann Brashares erzählt mit „So nah und so fern“ eine ergreifende und zugleich tragische Liebesgeschichte, die mich und vor allem mein Herz vom ersten Moment einnehmen konnte. In einigen Rückblicken, die in den unterschiedlichsten Epochen spielen, erfahren wir, dass Daniel und Lucy seit Jahrhunderten miteinander verbunden sind und doch immer wieder vom Schicksal getrennt werden. Zu Beginn hatte ich kleinere Schwierigkeiten mit der Handlung warm zu werden, was vor allem an den beiden Protagonisten lag. Mir fehlte das gewisse Etwas, das mir erlaubt hätte eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Nichtsdestotrotz bin ich unglaublich froh dieses Buch gelesen zu haben!
 (3,5/5) 



Ann Brashares wuchs mit drei Brüdern in der Nähe von Washington D.C. auf. Sie studierte Philosophie an der Columbia University in New York, unterbrach jedoch das Studium aus finanziellen Gründen und begann, in einem großen amerikanischen Verlag zu arbeiten. Die Arbeit dort gefiel ihr so gut, dass sie nicht mehr an die Uni zurückging und stattdessen einige Jahre als Lektorin tätig war. Seit 2000 widmet sich Ann Brashares ganz dem Schreiben – ihre Serie »Eine Jeans für vier« über vier Freundinnen um die 16 ist weltweit ein durchschlagender Erfolg. Ihr erstes Buch für Erwachsene, »Unser letzter Sommer«, war ein New-York-Times Bestseller in den USA. Brashares lebt mit ihrem Mann, dem Porträtmaler Jacob Collins, und ihren drei Kindern in Brooklyn, New York. [Quelle: Verlagshomepage carl's books]




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- Sarina