Sonntag, 23. Juni 2013

(Rezension) "Die zwei Leben der Alice Pendelbury" von Marc Levy

 
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Brighton, Dezember 1950. Die 40 Jährige Parfümerin Alice verbringt mit ihren Freunden einen wunderbaren Tag am Meer. Als sie aus Spaß eine Wahrsagerin besucht (obwohl sie eigentlich gar nichts davon hält), ahnt sie nicht, dass deren Worte ihr Leben für immer verändern werden: „Der Mann, der der wichtigste Mensch für dich sein wird, derjenige, den du seit jeher suchst, ist gerade hinter dir vorbeigegangen. Um ihn zu finden, wirst du sechs bestimmten Personen begegnen müssen. In dir stecken zwei Leben – das, das du bereits kennst, und das andere, das noch auf dich wartet …“

Für Alice ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Reise zu sich selbst und der großen Liebe.


Marc Levy’s Schreibstil hat mir wirklich total gut gefallen. Er ist locker, leicht und äußerst humorvoll, sodass man einfach nur Spaß am Lesen der Geschichte bekommt. Die Sprache ist den 50er Jahren entsprechend angepasst, d.h. in Gesprächen wurde sehr förmlich und höflich miteinander umgegangen. Auch Alice die sich sonst eher als direkt und impulsiv erwiesen hat. Doch trotz allem konnte man immer etwas Herzliches heraushören. Zu Beginn war das ein wenig ungewohnt, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase habe ich das allerdings fast gar nicht mehr gemerkt. Viel mehr ließ ich mich die vergangene Zeit entführen und vom Geschehen einnehmen.


„Ich glaubte nicht an das Schicksal und die kleinen Zeichen im Leben, die uns angeblich den Weg weisen. Ich glaubte nicht an Wahrsagerei oder Kartenlegerinnen, die einem die Zukunft voraussagen. Ich glaubte höchstens an einfache Koinzidenzen, an die Wahrheit des Zufalls“ (S.9)

Mit diesen schönen Worten aus Alice Mund lässt Marc Levy seine Geschichte beginnen. Alice ist gerade im Gespräch mit Rafael und versucht ihm zu erklären, warum sie und er im Moment zusammen sind, ja warum sie diese Reise überhaupt gemacht hat. Rafael möchte jedoch die ganze Geschichte von Anfang an hören, um alles besser verstehen zu können. Dabei ist von einem Geheimnis die Rede, was meine Neugier sofort erwachen ließ. Ganz gespannt, was im Laufe dieses Buches alles passieren wird und natürlich die Auflösung des Geheimnisses herausfinden, ließ ich mich treiben.

Die eigentliche Handlung beginnt bereits sehr humorvoll. Als Leser lernt man Alice kennen und bekommt einen Einblick in ihr Leben. Sie ist Parfümerin, wohnt in London und verbringt ihre Abende am liebsten in Gesellschaft ihrer Freunde Sam, Anton, Carol und Eddy. Dazu kommt noch ihr äußerst griesgrämiger Nachbar Mr. Daldry, mit dem es immer wieder zu kleinen Reibereien kommt. Allerdings wird er im weiteren Verlauf noch eine entscheidende Rolle spielen, durch die man ihn viel besser kennenlernt und in mitunter in sein Herz schließt. Wie sich vermuten lässt, dreht sich jedoch alles um Alice.

An einem Tag im Dezember beschließt sie mit ihren Freunden gemeinsam einen Ausflug ans Meer zu machen, woraufhin die fünf verbringen einen schönen und ereignisreichen Tag auf einem Jahrmarkt verbringen, zu dessen Abschluss sich Alice, trotz anfänglicher Zweifel und Skepsis auf den Besuch bei einer Wahrsagerin einlässt. Zu Beginn nur als Spaß gedacht (Wer glaubt schließlich so einen Hokuspokus?!) beschließt sich das Wagnis einzugehen und den Worten dieser Frau zu folgen.

Alice als Protagonistin war mir von der ersten Seite an wirklich sympathisch. Sie ist eine zielstrebige und ehrgeizige Frau, die ich für ihren Mut und Optimismus total bewundert habe. Gleichzeitig ist sie auch sehr geheimnisvoll. Während dem Lesen begleitete mich immer die Fragen: Woher kommt Alice? Es beginnt also gewissermaßen auch eine Suche nach ihren Wurzeln.

Die Geschichte selbst würde ich als einen Mix aus Liebesgeschichte und Spurensuche beschreiben, was sich nach Lesen des Klappentextes bereits erraten lässt. Doch ich muss sagen, dass die von mir erwartete Handlung doch ein wenig von dem abweicht, was ich letzendlich von Marc Levy bekommen habe. Ich dachte, dass mehr auf die Suche nach „dem Mann fürs Leben“ eingegangen werden würde. Bevor ihr mich falsch versteht: Das wurde selbstverständlich, keine Frage…nur rückte diese für meinen Geschmack teilweise zu sehr in den Hintergrund. Die meiste Zeit wird mehr auf die Suche nach Alice Vergangenheit Wert gelegt, welche sich als richtig abwechslungsreich herausstellte, da sie zu den verschiedensten Orten entführte. Dabei kamen immer mehr Informationen zusammen, die sich schlussendlich wie ein Puzzle fügten.

Wunderbar zu lesen und gleichzeitig halt einfach schade und ein wenig enttäuschend. Naja aber so ist das, wenn man sich alles etwas anders vorgestellt hat.

Noch ein paar Worte zur Spannung: Natürlich brilliert die Story nicht durch eine übertrieben ausgearbeiteten Spannungsbogen, aber das habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet und meiner Meinung nach geht es darum auch gar nicht. Es ist eine Geschichte, die sich um die Suche nach der großen Liebe und dem zweiten Leben von Alice dreht. Letzteres ist wirklich interessant und spannend zu verfolgen. Gerade da es in dessen Zusammenhang vielen schönen und berührenden Stellen gab.


„Die zwei Leben der Alice Pendelbury“ erzählt die schöne und berührende Geschichte einer Frau, die sich auf die Suche nach der großen Liebe, aber auch nach sich selbst befindet. Marc Levy hat es geschafft mich mit seinem wunderbaren Schreib-und Erzählstil mitzureißen und gleichzeitig auf eine Reise ins Jahr 1950 zu nehmen. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass der Schwerpunkt mehr auf der Suche nach Alice Vergangenheit gelegt wurde, als auf das, was der Klappentext erwarten ließ, nämlich die Suche nach der „großen Liebe“





Marc Levy ist 1961 in Frankreich geboren. Mit achtzehn Jahren engagiert er sich beim französischen Roten Kreuz, für das er sechs Jahre tätig ist. Gleichzeitig studiert er Informatik und Betriebswirtschaft an der Universität in Paris. Von 1983 bis 1989 lebte er in San Francisco, wo er sein erstes Unternehmen gründete. 1990 verließ er die Firma und eröffnete mit zwei Freunden ein Architektenbüro in Paris. Er entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino und schrieb mit siebenunddreißig Jahren seinen ersten Roman, Solange du da bist, der von Steven Spielberg verfilmt und auf Anhieb ein Welterfolg wurde. Seitdem wird Marc Levy in fünfundvierzig Sprachen übersetzt, und jeder Roman ist ein internationaler Bestseller. Marc Levy, der mit seiner Familie in New York lebt, ist mit 20.000.000 verkauften Büchern der erfolgreichste französische Autor weltweit. [Quelle: Verlagshomepage blanvalent Verlag]



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1 Kommentar:

  1. Ich hatte mich bei der Leserunde auf Lovelybooks beworben, aber leider kein Glück gehabt :/..
    Schade, denn es hätte sich anscheinend sehr gelohnt ^^.

    Vielleicht komme ich so mal an das Buch heran!

    Schööne Rezi *_*!
    LG Clärchen :)

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- Sarina