Montag, 17. Juni 2013

(Rezension) "80 Days-Die Farbe der Begierde" von Vina Jackson



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Leseprobe


Summer und Dominik haben sich in London kennen und lieben gelernt. Mittlerweile sind die zwei nach New York gezogen und versuchen dort nun als Paar zusammen zu leben. Das ist für beide allerdings gar nicht so einfach, schließlich sind sie nicht daran gewöhnt 24 Stunden am Tag mit jemandem zu verbringen. Doch mal abgesehen von diesen kleinen privaten Turbulenzen, könnte es für Summer eigentlich nicht besser laufen. Ein Dirigent entdeckt ihr musikalisches Talent und empfiehlt ihr sogar eine Solokarriere zu starten. Summer ist überglücklich und kann ihr Glück kaum fassen. Und gerade in diesem Moment taucht ein früherer Liebhaber auf und droht ihre beginnende Karriere zu zerstören, wenn sie nicht das macht, was er von ihr verlangt...

Wie ich bereits in meiner Rezension zum 1.Teil geschrieben habe, ist der Schreibstil um einiges besser, als der der mich bei SoG erwartet hat. Dem kann ich auch dieses Mal nichts hinzufügen. Allerdings ist mir die Spannung ein wenig zu kurz gekommen. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie konnte mich die Geschichte nicht richtig fesseln.


Nach 80 Days-Die Farbe der Lust war ich ziemlich neugierig wie es mit Summer und Dominik weitergeht. Dazu noch ein nicht gerade netter Cliffhanger…

Die Handlung schließt nahtlos an Band 1 an, zwei Tage sind vergangen. Summer und Dominik haben wieder zueinander gefunden und verbringen die restlichen Tage bis zu Dominiks Abreise. Sie planen sich eine gemeinsame Zukunft aufzubauen und kehren danach in ihren gewohnten Alltag zurück: Summer probt weiterhin hart mit ihrem Orchester während Dominik erst einmal nach London zurückkehrt. Eine Partnerschaft über so einer Distanz aufrecht zu erhalten, ist gar nicht so einfach. Ihre „Liebe“ und Geduld wird gleich zu Anfang auf eine harte Probe gestellt.

Doch wie gesagt konnte mich das Buch nicht richtig fesseln. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass es außer den Sexszenen keine wirkliche Handlung gibt. Klar Summer und Dominik versuchen nun als Paar zusammen zu leben und gemeinsam ein Leben zu führen, aber mir war von Anfang an bewusst, dass dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt.

Summer und Dominik sind nun mal beide Freigeister, die es nicht gewöhnt sind an jemanden anderen gebunden zu sein. Sie brauchen ihre Freiräume, sonst kann es sein, dass sie sich mit der Zeit zu langweilen beginnen und den Wunsch nach Abwechslung haben. Außerdem machen sie sich das Leben zusätzlich schwer, in dem beide einfach nicht den Mund aufbekommen, wenn es um ihre Gefühle und Bedürfnisse geht. Das hat mich besonders am Ende ziemlich angenervt. Hätten die beiden nämlich früher miteinander geredet, wäre so einiges vermeidbar gewesen. Nein, stattdessen versuchen sie alle Auseinandersetzungen mit Sex zu bereinigen. Aber…naja ich kann ja nichts mehr daran ändern, sie sind nun mal zwei schwierige Charaktere. Gleichzeitig finde ich es fast komisch, dass sie sich nicht eingestehen können, was sie füreinander empfinden.

Summer, ja ich mag sie eigentlich immer noch unglaublich gerne – das vorneweg. Ich bewundere sie dafür, dass sie ihre große Leidenschaft, der Musik so zielstrebig nachgeht und sich niemals von diesem Weg abbringen lässt. Deshalb habe ich mich auch wahnsinnig gefreut, dass ihr Talent nun endlich entdeckt wurde und sie den Lohn für ihr hartes jahrelanges Üben bekommen hat. Doch jetzt kommt wieder das große ABER: im Laufe der Geschichte ist sie mir mit ihrem Verhalten stellenweise echt auf die Nerven gegangen. Ich konnte sie einfach nicht verstehen bzw. ihre Gedanken nachvollziehen.

Bei Dominik bin ich mir immer noch nicht sicher, was genau ich von ihm halten soll. Ich habe ihn zwar etwas besser kennenlernt, mehr von seiner Vorgeschichte erfahren, trotzdem ist er für mich noch ein wenig fremd. Dafür war er mir, was seine Gefühle betrifft, deutlich sympathischer als Summer. Es war deutlich zu erkennen, dass sich von Dominiks Seite aus Gefühle für Summer entwickeln. Das hätte ich zu Beginn nicht gedacht. Außerdem hat er mich mit seiner, sagen wir „Experimentierfreude“ überrascht. Es scheint fast so, als hätten er und Summer die Rollen getauscht, hierbei schreckt ihn so gut wie nichts ab.

Nichtsdestotrotz habe ich mich nach etwas mehr Aktion und Spannung gesehnt. Das kam zwar auch noch, allerdings erst auf den letzten 60 Seiten, die mich schließlich überzeugt haben, den 3. Teil zu lesen! 


Mit „80 Days-Die Farbe der Begierde“ hat das Autorenduo Vina Jackson eine eher schwächere Fortsetzung ihrer Reihe geschaffen. Doch, wenn ich von ein paar Längen absehe, hatte ich schon ein paar schöne Lesestunden. Ich habe mich sehr auf ein Wiedersehen mit Summer und Dominik gefreut und hoffe, dass es für die beiden im dritten Band ein befriedigendes Ende geben wird.




 
Vina Jackson ist ein Pseudonym hinter dem sich zwei etablierte Autoren verbergen, die bei diesem Buch zum ersten Mal zusammenarbeiten. Er ist ein bekannter Lektor, Radiojournalist, Kolumnist, der bereits neun Romane veröffentlicht hat und eine große Sammlung von Erotika besitzt. Sie hat ebenfalls bereits Bücher geschrieben, arbeitet im Finanzsektor und ist eine feste Größe in der Londoner Fetisch-Szene. [Quelle: carl's book.de]



 

Hat jedoch nichts mehr mit Summer und Dominik zu tun

  


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- Sarina