Dienstag, 19. Februar 2013

(Rezension) "Für immer die Seele" von Cynthia J. Omololu

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Die sechzehnjährige Cole verbringt mit ihrer Schwester Kat und ihrem Vater die Ferien in London. Sie genießt den Trip in vollen Zügen, hat jedoch immer wieder das Gefühl, schon einmal an verschiedenen Orten gewesen zu sein. Sind diese Déja-Vu’s nur Zufall? Nein, dafür tauchen sie viel zu häufig auf. Und auch all die Bilder, die vor ihrem inneren Auge auftauchen, fühlen sich viel zu realistisch an. Während einer Besichtigung im Tower von London geschieht es schließlich wieder. Eine zufällige Berührung reich schon, um sie in eine längst vergangene Zeit zu entführen. Vom einen auf den anderen Moment driftet sie plötzlich ab und findet sich auf einer Hinrichtung wieder. Sie erlebt wie eine adlige junge Frau, die ihren geliebten Ehemann Connor bereits durch die Axt verloren hat, auf ihre Enthauptung vorbereitet wird. Knapp bevor diese vollzogen werden kann, kommt sie in der „normalen“ Zeit wieder zu sich. Und zwar liegend, in den Armen eines Jungen, Griffon. Seltsamerweise scheint dieser sie von irgendwoher zu kennen… 


Der Schreibstil von Cynthia Omololu ist klar und einfach, wodurch insbesondere die Umgebung oder die geschichtlichen Rückblenden sehr authentisch wirken. Ich hatte von allem sofort ein Bild vor meinem inneren Auge. Vom ersten Moment an war ich überzeugt und hatte kein Problem der Handlung zu folgen. Gut hat mir außerdem gefallen, dass die Handlung nicht übermäßig ausgeschmückt wurde, sondern genug Platz für die eigene Fantasie ließ. Dadurch kamen auch Emotionen nicht übertrieben vor.


Von den ersten Seiten an war ich wie gefesselt von der Handlung. Coles Situation, sich an fremden Orten heimisch zu fühlen und plötzlich Visionen zu bekommen, fand ich einfach unglaublich aufregend. Allein der Gedanke, dass wir nicht nur einmal gelebt haben könnten, ist schon faszinierend.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie wurden nicht zu ausführlich beschrieben, sondern man hat im Laufe der Geschichte immer ein bisschen mehr von ihnen kennengelernt.

Cole fand ich von der ersten Seite an sympathisch. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle, besonders ihre Verunsicherung im Bezug auf die Visionen, fast immer nachvollziehen. Anfangs hält sie sich für verrückt, weshalb sie alles tut, um ihre Tagträume zu verstecken. Das spiegelt auch ihr eigentliches Verhalten wieder. Cole ist sehr in sich gekehrt und wirkt recht unsicher. Nur wenn sie mit ihrem Cello auf einer Bühne steht, blüht sie auf. Das ist ihre Leidenschaft, die ihr Leben hauptsächlich bestimmt. Alle halten sie für ein Wunderkind und ihre Mutter ist ganz fixiert darauf aus ihr eine Starcellistin zu machen. (Für meinen Geschmack etwas überergeizig. Sie sollte ihren Blick mehr auf die Wünsche ihre Tochter richten) Doch mit Griffons Erscheinen in San Francisco macht Cole eine wirklich positive Entwicklung durch. Ihre Verliebtheit sorgt dafür, dass sie alles etwas lockerer sieht, sich mit Freunden trifft und dafür öfters mal ihr Cello im Kasten lässt. Gleichzeitig folgen wieder vermehrt Visionen, die sie zunehmend verunsichern. Griffon steht ihr jedoch zur Seite. Er offenbart ihr sein Geheimnis und erklärt, was es mit ihren Visionen auf sich hat.

Etwas hat mir an Cole allerdings nicht gefallen: Sie lässt sich sehr leicht von anderen beeinflussen. Im Laufe der Geschichte wird ihr das ein bisschen zum Verhängnis. Mehr möchte ich aber nicht verraten.

Griffon ist seit dem 17. Jahrhundert "wissend", d.h. er weiß Bescheid, dass er bereits frühere Leben gelebt hat. So ist es für ihn leichtes Cole (zumindest ein klein wenig)in die Welt der Akhet– Menschen, die immer wieder geboren werden und sich an ihre vergangenen Leben erinnern- einzuführen und ihr die „Know-hows“ zu erklären. Er war mir genauso sympathisch, auch wenn er zunächst etwas distanziert rüber kommt. Wer „Für immer die Seelen“ gelesen hat, weiß den Grund für dieses Verhalten.

Zu Kat, Coles Schwester weiß ich nicht so richtig, was ich schreiben soll. Auf der einen Seite konnte ich mich mit ihrer leicht „tussiehaften“ und selbstbezogenen Art nicht identifizieren. Dennoch zeigt sie hin und wieder ihr guter Kern, z.B. als sie versucht Cole und Griffon miteinander zu verkuppeln. Dazu kommt, dass sie mir ein wenig leid tat, da es sicher nicht einfach ist, neben dieser „Wunderschwester“ zu bestehen.

Coles Visionen, die uns in ihre anderen Leben entführen, waren für mich mit das Aufregendste. Die Bilder, die die Autorin beschreibt, sind überwältigend und entführen einen zurück in eine Zeit vor hunderten von Jahren. Allerdings hätte sie das Gefühl des „Wegdriftens“ noch ein wenig detaillierter schildern können. Durch die anders gewählte Schriftart bekommt man natürlich mit in welcher Zeit Cole sich befindet, aber mir war es im großen Ganzen zu wenig.

Einige Szenen und Figuren im Buch waren für mich ein wenig vorhersehbar. Die Spannung kam zwar dadurch nicht zu kurz, war jedoch etwas ungleichmäßig verteilt. Den größten Anreiz bietet nämlich die "Gefahr", die dicht an Coles Fersen klebt und stark mit ihrem früherem Leben verbunden ist. Dabei sind sowohl die Ereignisse, die in der Vergangenheit geschehen, als auch in der Gegenwart gleich bedrohlich. Wer allerdings hinter allem Bösen steckt, ja da war ich oft hin und hergrissen, denn die Autorin versteht es, den Leser an der Nase herumzuführen. 


Frau Omololu konnte mich mit ihrem Einfallsreichtum und ihrer neuen Idee komplett überzeugen. Sie hat die Welt der Akhet glaubhaft beschrieben und richtig gut in die „reale“ Welt eingebunden. Ein klein wenig "fühlt" sich das Ganze wie eine Zeitreisegeschichte an, weil so viele Einblicke in längst vergangene Zeiten gegeben werden. Diese Atmosphäre, die einen umgibt, hat mir wirklich gut gefallen, sodass ich die Seiten regelrecht verschlungen habe. Im Verlauf der Geschichte ist natürlich die eine oder andere Frage aufgekommen, die nicht geklärt werden konnte. Da es sich jedoch um den ersten Teil einer Trilogie handelt, ist das ganz normal. Wären alle Geheimnisse aufgelöst worden, wäre für mich die Spannung dahin. Das Ende schließt, jedenfalls für meinen Geschmack, zufriedenstellen ab, sodass ich einfach nur gespannt bin, wohin die Geschichte in Zukunft hinführen wird.
 






Cynthia J. Omololu wurde in New Jersey geboren und ist in Kalifornien aufgewachsen, wo sie auch heute noch lebt. Sie hat schon als Kind Bücher nur so verschlungen – aber trotzdem nie daran geglaubt, dass sie selbst einmal welche schreiben würde. Nach ihrem Englischstudium an der Universität von Santa Barbara arbeitete sie in der Marketingabteilung einer Wochenzeitung in San Francisco. Und dann, kurz nach der Geburt ihrer Kinder, hat Cynthia gemerkt, dass sie eine Menge spannender Geschichten zu erzählen hat. Für immer die Seele ist ihr erstes Jugendbuch und der Auftakt einer Trilogie. [Quelle: fuer-immer-trilogie.de]



 



Kommentare:

  1. Oh! Das hört sich gut an in deiner Rezension! Zum Glück habe ich es schon im Regal stehen! Das kommt wohl mit auf den Stapel, den ich bald abbauen muss! Da warten nämlich noch ein paar auf ihre Bücher und auch die jeweiligen Rezensionen... oh je, wann soll ich das alles schaffen!! :D

    Liebe Grüße,
    Franci
    www.ichlebeinbuechern.blogspot.de

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  2. Schöne Rezension,das Buch steht schon seit längerem auf meiner WL ;)

    LG Lisa
    http://www.buecherparadis.blogspot.com

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  3. Muss das Buch noch rezensieren xD aber ich möchte es nicht so xD es lag am schreibstil . Die Autorin hat immer eine Tatsache dazuerfunden die dann einfach da war. Ohne Einführung oder Nix xD Sie würde einfach hingestellt und ich dachte dann immer 'schön das man das auch mal erfährt. Ist ja nicht so das man das schon vor 60 Seiten sagen hätte können' xD sonst ist die Story eigentlich gut ;)
    Och glaube ja das es in Band 2 einen konkurenten für griffon geben wird. Und zwar drew xD Ich denke er ist der Connor von damals xD aufgefallen sind mir auch einige logikfehler im Buch wie zum Beispiel das aufbewahren von Gegenständen oder die Naivität einer schlauen schülerin xD oder das Akhets selten sind und Sie dann auf wirklich viele trifft xD ps. Wenn sie auf ihren Connor trifft werde ich für den sein weil ich griffon nicht mochte xD Haha :))
    Bin grad ein wenig überdreht :D
    Ach diesen Kommi speichere ich den nutz ich für meine Rezi xD
    Alles Liebe

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    1. Nicht so schlimm^^ Ich mag überdreht :)
      Ja ich glaub auch das es im 2.Band eine Art Dreiecksgeschichte geben wird. Leider... Ich bin da jetzt nicht so der Fan davon :/ Naja egal ich lass mich mal überraschen.

      Lg Rina

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- Sarina